Heinrich Heine
1797–1856
Heinrich Heine (1797–1856) was a German poet, essayist and journalist, born into a Jewish family in Düsseldorf. From 1831 he lived in Paris, where he was a sharp critic of German politics and spent his last years confined to his “mattress grave” by illness.
His Buch der Lieder (1827) is one of the most popular poetry collections in German; poems such as “Die Lorelei” and “Du bist wie eine Blume” were set to music by Schubert, Schumann and Mendelssohn. His later works include Deutschland. Ein Wintermärchen (1844) and Romanzero (1851).
Best-known poems
-
Nachtgedanken
Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen, … -
Die schlesischen Weber
(Vom Dichter revidirt.)
Im düstern Auge keine Thräne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne: … -
Belsatzar
Die Mitternacht zog näher schon;
In stummer Ruh lag Babylon.
Nur oben, in des Königs Schloß, … -
Der Asra
Der Asra.
Täglich ging die wunderschöne
Sultanstochter auf und nieder … -
Das Fräulein stand am Meere
Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre … -
Im wunderschönen Monat Mai
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen …
All poems (356)
1820s 208
- AhnungOben wo die Sterne glühen
- Die WeiheEinsam in der Waldkapelle,
- Die weiße BlumeIn Vaters Garten heimlich steht
- MinnegrußDie du bist so schön und rein,
- MinneklageEinsam klag ich meine Leiden,
- SehnsuchtJedweder Geselle, sein Mädel am Arm,
- Ständchen eines MaurenMeiner schlafenden Zuleima
- Du sollst mich liebend umschließenGeliebtes, schönes Weib!
- Ich glaub’ nicht an den HimmelWovon das Pfäfflein spricht;
- Schöne, helle, goldne SterneGrüßt die Liebste in der Ferne,
- Die LoreleiIch weiß nicht, was soll es bedeuten,
- AbenddämmerungAm blassen Meeresstrande
- Allnächtlich im Traume seh’ ich dichUnd sehe dich freundlich grüßen,
- AlmansorIn dem Dome zu Corduva
- Am fernen HorizonteErscheint, wie ein Nebelbild,
- Am Kreuzweg wird begrabenWer selber sich brachte um;
- Am leuchtenden SommermorgenGeh’ ich im Garten herum.
- An eine SängerinIch denke noch der Zaubervollen,
- Andre beten zur MadonneAndre auch zu Paul und Peter;
- Anfangs wollt ich fast verzagenUnd ich glaubt’ ich trüg’ es nie,
- Auf deinen schneeweißen BusenHab’ ich mein Haupt gelegt,
- Auf dem BrockenHeller wird es schon im Osten
- Auf den Wällen SalamankasSind die Lüfte lind und labend;
- Auf Flügeln des GesangesHerzliebchen trag’ ich dich fort,
- Auf meiner Herzliebsten AeugeleinMach’ ich die schönsten Canzonen.
- Aus alten Mährchen winkt esHervor mit weißer Hand,
- Aus meinen großen SchmerzenMach’ ich die kleinen Lieder;
- Aus meinen Thränen sprießenViel blühende Blumen hervor,
- BelsatzarDie Mitternacht zog näher schon;
- BergidylleAuf dem Berge steht die Hütte,
- Berg’ und Burgen schau’n herunterIn den spiegelhellen Rhein,
- Bist du wirklich mir so feindlichBist du wirklich ganz verwandelt?
- Da droben auf jenem BergeDa steht ein feines Schloß,
- Da hab’ ich viel blasse LeichenBeschworen mit Wortesmacht;
- Dämmernd liegt der SommerabendUeber Wald und grünen Wiesen;
- Das ist ein Brausen und HeulenHerbstnacht und Regen und Wind;
- Das ist ein Flöten und GeigenTrompeten schmettern drein;
- Das ist ein schlechtes WetterEs regnet und stürmt und schnei’t;
- Das Lied von den DukatenMeine güldenen Dukaten,
- Das Liedchen von der ReueHerr Ulrich reitet im grünen Wald,
- Das Meer erglänzte weit hinausIm letzten Abendscheine;
- Dein Angesicht so lieb und schönDas hab’ ich jüngst im Traum gesehn;
- Deine weichen LilienfingerKönnt’ ich sie noch einmal küssen,
- Den König WiswamitraDen treibt’s ohne Rast und Ruh’,
- Der Abend kommt gezogenDer Nebel bedeckt die See;
- Der arme PeterDer Hans und die Grete tanzen herum,
- Der Gesang der OkeanidenAbendlich blasser wird es am Meere,
- Der Herbstwind rüttelt die BäumeDie Nacht ist feucht und kalt;
- Der HirtenknabeKönig ist der Hirtenknabe,
- Der Mond ist aufgegangenUnd überstrahlt die Well’n;
- Der SchiffbrüchigeHoffnung und Liebe! Alles zertrümmert!
- Der Sturm spielt auf zum TanzeEr pfeift und saust und brüllt;
- Der Tod das ist die kühle NachtDas Leben ist der schwüle Tag.
- Der Traumgott bracht’ mich in ein RiesenschloßWo schwüler Zauberduft und Lichterschimmer,
- Der TraurigeAllen thut es weh im Herzen,
- Der Wind zieht seine Hosen anDie weißen Wasserhosen;
- Der wunde RitterIch weiß eine alte Kunde,
- Die BergstimmeEin Reiter durch das Bergthal zieht,
- Die blauen Veilchen der AeugeleinDie rothen Rosen der Wängelein,
- Die BotschaftMein Knecht! steh auf und sattle schnell,
- Die Erde war so lange geizigDa kam der Mai, und sie ward spendabel,
- Die FensterschauDer bleiche Heinrich ging vorbei,
- Die Götter GriechenlandsVollblühender Mond! In deinem Licht,
- Die GrenadiereNach Frankreich zogen zwei Grenadier’,
- Die heil’gen drei Könige aus MorgenlandSie frugen in jedem Städtchen:
- Die HeimführungIch geh’ nicht allein, mein feines Lieb,
- Die IlseIch bin die Prinzessin Ilse,
- Die Jahre kommen und gehenGeschlechter steigen in’s Grab,
- Die Jungfrau schläft in der KammerDer Mond schaut zitternd hinein;
- Die Lotosblume ängstigtSich vor der Sonne Pracht,
- Die MinnesängerZu dem Wettgesange schreiten
- Die Mitternacht war kalt und stummIch irrte klagend im Wald herum.
- Die Nacht am StrandeSternlos und kalt ist die Nacht,
- Die Nacht ist feucht und stürmischDer Himmel sternenleer;
- Die Wallfahrt nach KevlaarAm Fenster stand die Mutter,
- Die Welt ist so schön und der Himmel so blauUnd die Lüfte die wehen so lind und so lau,
- Diesen liebenswürd’gen JünglingKann man nicht genug verehren;
- Doch die Kastraten klagtenAls ich meine Stimm’ erhob;
- Don Ramiro„Donna Clara, Donna Clara!
- Donna ClaraIn dem abendlichen Garten
- Du bist wie eine BlumeSo hold und schön und rein;
- Du hast Diamanten und PerlenHast alles, was Menschenbegehr,
- Du sah’st mich oft im Kampf mit jenen SchlingelnGeschminkten Katzen und gebrillten Pudeln,
- Du schönes FischermädchenTreibe den Kahn an’s Land;
- Ein Fichtenbaum steht einsamIm Norden auf kahler Höh’.
- Ein Jüngling liebt ein MädchenDie hat einen Andern erwählt;
- EpilogWie auf dem Felde die Weizenhalmen,
- ErklärungHerangedämmert kam der Abend,
- Es blasen die blauen HusarenUnd reiten zum Thor hinaus;
- Es fällt ein Stern herunterAus seiner funkelnden Höh’;
- Es leuchtet meine LiebeIn ihrer dunkeln Pracht,
- Es liegt der heiße SommerAuf deinen Wängelein;
- Es stehen unbeweglichDie Sterne in der Höh’,
- FragenAm Meer, am wüsten, nächtlichen Meer
- FriedenHoch am Himmel stand die Sonne,
- Gaben mir Rath und gute LehrenUeberschütteten mich mit Ehren,
- Gespräch auf der Paderborner HaideHörst du nicht die fernen Töne,
- GewitterDumpf liegt auf dem Meer’ das Gewitter,
- GötterdämmerungDer May ist da mit seinen goldnen Lichtern,
- Hat sie sich denn nie geäußertUeber dein verliebtes Wesen?
- Hör’ ich das Liedchen klingenDas einst die Liebste sang,
- Ich bin's gewohnt den Kopf recht hoch zu tragenMein Sinn ist auch ein bischen starr und zähe;
- Ich hab’ dich geliebet und liebe dich noch!Und fiele die Welt zusammen,
- Ich hab’ Euch im besten Juli verlassenUnd find’ Euch wieder im Januar;
- Ich hab’ im Traum’ geweinetMir träumte du lägest im Grab’.
- Ich hab’ mir lang den Kopf zerbrochenMit Denken und Sinnen, Tag und Nacht,
- Ich kam von meiner Herrin HausUnd wandelt’ in Wahnsinn und Mitternachtgraus.
- Ich kann es nicht vergessenGeliebtes, holdes Weib,
- Ich lache ob den abgeschmackten LaffenDie mich anglotzen mit den Bocksgesichtern;
- Ich rief den Teufel und er kamUnd ich sah ihn mit Verwund’rung an.
- Ich stand in dunkeln TräumenUnd starrte ihr Bildniß an,
- Ich steh’ auf des Berges SpitzeUnd werde sentimental.
- Ich trat in jene HallenWo sie mir Treue versprochen;
- Ich unglücksel’ger Atlas! eine WeltDie ganze Welt der Schmerzen muß ich tragen,
- Ich wandelte unter den BäumenMit meinem Gram allein;
- Ich will meine Seele tauchenIn den Kelch der Lilie hinein;
- Ich wollte bei dir weilenUnd an deiner Seite ruhn;
- Im HafenGlücklich der Mann, der den Hafen erreicht hat,
- Im Hirn spukt mir ein Mährchen wunderfeinUnd in dem Mährchen klingt ein feines Lied,
- Im nächt’gen Traum hab’ ich mich selbst geschautIm schwarzen Gallafrack und seidner Weste,
- Im tollen Wahn hatt' ich dich einst verlassenIch wollte gehn die ganze Welt zu Ende,
- Im Traum sah ich die GeliebteEin banges, bekümmertes Weib,
- Im Traum sah ich ein Männchen klein und putzigDas ging auf Stelzen, Schritte ellenweit,
- Im Walde wandl’ ich und weineDie Drossel sitzt in der Höh’;
- Im wunderschönen Monat MaiAls alle Knospen sprangen,
- In mein gar zu dunkles LebenStrahlte einst ein süßes Bild;
- Kind! Es wäre dein VerderbenUnd ich geb’ mir selber Mühe,
- KrönungIhr Lieder! Ihr meine guten Lieder!
- LebensgrußEine große Landstraß’ ist unsre Erd’,
- Lehn’ deine Wang’ an meine Wang’Dann fließen die Thränen zusammen;
- Lied des GefangenenAls meine Großmutter die Lise behext,
- Mädchen mit dem rothen MündchenMit den Aeuglein süß und klar,
- Mag da draußen Schnee sich thürmenMag es hageln, mag es stürmen,
- Manch Bild vergessener ZeitenSteigt auf aus seinem Grab,
- MeeresstilleMeeresstille! Ihre Strahlen
- MeergrußThalatta! Thalatta!
- Mein Wagen rollet langsamDurch lustiges Waldesgrün,
- Mir träumte von einem Königskind’Mit nassen, blassen Wangen;
- Mir träumte wieder der alte TraumEs war eine Nacht im Maie,
- Mir träumte: traurig schaute der MondUnd traurig schienen die Sterne;
- Mir träumt’: ich bin der liebe GottUnd sitz’ im Himmel droben,
- Mit Myrthen und Rosen, lieblich und holdMit duft’gen Zypressen und Flittergold,
- Morgens steh ich auf und frageKommt feins Liebchen heut?
- Nacht lag auf meinen AugenBlei lag auf meinem Mund,
- Nacht liegt auf den fremden WegenKrankes Herz und müde Glieder; –
- Nachts in der CajüteDas Meer hat seine Perlen,
- Neben mir wohnt Don HenriquesDen man auch den Schönen nennet;
- Nun hast du das Kaufgeld, nun zögerst du doch?Blutfinstrer Gesell, was zögerst du noch?
- Nun ist es Zeit, daß ich mit VerstandMich aller Thorheit entled’ge;
- O schwöre nicht und küsse nurIch glaube keinem Weiberschwur!
- Philister in SonntagsröckleinSpazieren durch Wald und Flur;
- PoseidonDie Sonnenlichter spielten
- PrologSchwarze Röcke, seid’ne Strümpfe,
- PrologEs war mal ein Ritter, trübselig und stumm,
- RatcliffDer Traumgott brachte mich in eine Landschaft,
- ReinigungBleib’ du in deiner Meerestiefe,
- Sag’, wo ist dein schönes LiebchenDas du einst so schön besungen,
- Saphire sind die Augen deinDie lieblichen, die süßen.
- Schöne Wiege meiner LeidenSchönes Grabmal meiner Ruh,
- SeegespenstIch aber lag am Rande des Schiffes,
- Seit die Liebste war entferntHatt’ ich’s Lachen ganz verlernt.
- Selten habt Ihr mich verstandenSelten auch verstand ich Euch,
- Sey mir gegrüßt, du großeGeheimnißvolle Stadt,
- Sie haben dir viel erzähletUnd haben viel geklagt;
- Sie haben heut Abend GesellschaftUnd das Haus ist lichterfüllt.
- Sie haben mich gequäletGeärgert blau und blaß,
- Sie liebten sich beide, doch keinerWollt’ es dem andern gestehn;
- Sie saßen und tranken am TheetischUnd sprachen von Liebe viel.
- So hast du ganz und gar vergessenDaß ich so lang dein Herz besessen,
- So wandl’ ich wieder den alten WegDie wohlbekannten Gassen;
- SonnenuntergangDie glühend rothe Sonne steigt
- Still ist die Nacht, es ruhen die GassenIn diesem Hause wohnte mein Schatz;
- SturmEs wüthet der Sturm,
- Theurer Freund! Was soll es nützenStets das alte Lied zu leiern?
- Theurer Freund, du bist verliebtUnd dich quälen neue Schmerzen;
- Ueber die Berge steigt schon die SonneDie Lämmerheerde läutet fern;
- Und als ich Euch meine Schmerzen geklagtDa habt Ihr gegähnt und nichts gesagt;
- Und als ich so lange, so lange gesäumtIn fremden Landen geschwärmt und geträumt;
- Und bist du erst mein eh’lich WeibDann bist du zu beneiden,
- Und wüßten’s die Blumen, die kleinenWie tief verwundet mein Herz,
- Untergang der SonneDie schöne Sonne
- Vergiftet sind meine LiederWie könnt’ es anders seyn?
- Verrieth mein blasses AngesichtDir nicht mein Liebeswehe?
- Von schönen Lippen fortgedrängt, getriebenAus schönen Armen, die uns fest umschlossen!
- WahrhaftigWenn der Frühling kommt mit dem Sonnenschein,
- Warte, warte, wilder SchiffmannGleich folg’ ich zum Hafen dir;
- Warum sind denn die Rosen so blaßO sprich, mein Lieb, warum?
- Was treibt und tobt mein tolles Blut?Was flammt mein Herz in wilder Gluth?
- Was will die einsame Thräne?Sie trübt mir ja den Blick.
- WasserfahrtIch stand gelehnet an den Mast,
- Wenn ich an deinem HauseDes Morgens vorüber geh’,
- Wenn ich auf dem Lager liegeIn Nacht und Kissen gehüllt,
- Wenn ich in deine Augen seh’So schwindet all mein Leid und Weh;
- Wenn zwei von einander scheidenSo geben sie sich die Händ’,
- Wer zum erstenmale liebtSey’s auch glücklos, ist ein Gott;
- Werdet nur nicht ungeduldigWenn von alten Schmerzensklängen
- Wie der Mond sich leuchtend drängetDurch den dunkeln Wolkenflor,
- Wie die WellenschaumgeboreneStralt mein Lieb im Schönheitsglanz,
- Wie dunkle Träume stehenDie Häuser in langer Reih’;
- Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagenDa grüßen mir entgegen viel vertraute,
- Wie kannst du ruhig schlafenUnd weißt, ich lebe noch?
- Wir fuhren allein im dunkelnPostwagen die ganze Nacht;
- Wir haben viel für einander gefühltUnd dennoch uns gar vortrefflich vertragen.
- Wir saßen am FischerhauseUnd schauten nach der See;
- Wo ich bin, mich rings umdunkeltFinsterniß, so dumpf und dicht,
- Zu fragmentisch ist Welt und LebenIch will mich zum deutschen Professor begeben,
- Zu Halle auf dem MarktDa stehn zwei große Löwen.
- Zwei BrüderOben auf der Bergesspitze
1830s 1
1840s 64
- An dem stillen MeeresstrandeIst die Nacht heraufgezogen,
- Auf diesem Felsen bauen wirDie Kirche von dem dritten,
- Das Fräulein stand am MeereUnd seufzte lang und bang,
- Das ist eine weiße MöveDie ich dort flattern seh’
- Das Meer erstralt im SonnenscheinAls ob es golden wär.
- Das neue israelitische Hospital zu HamburgEin Hospital für arme, kranke Juden,
- Der Kaiser von ChinaMein Vater war ein trockner Taps,
- Der Schmetterling ist in die Rose verliebtUmflattert sie tausendmahl,
- Die blauen FrühlingsaugenSchau’n aus dem Gras hervor;
- Die holden Wünsche blühenUnd welken wieder ab,
- Die Rose duftet – doch ob sie empfindetDas was sie duftet, ob die Nachtigall
- Die schlanke WasserliljeSchaut träumend empor aus dem See;
- Die schönen Augen der FrühlingsnachtSie schauen so tröstend nieder:
- Ein WeibSie hatten sich beide so herzlich lieb,
- Es erklingen alle BäumeUnd es singen alle Nester –
- Es haben unsre HerzenGeschlossen die heil’ge Allianz;
- Es hat die warme FrühlingsnachtDie Blumen hervorgetrieben,
- Es ragt in’s Meer der RunensteinDa sitz’ ich mit meinen Träumen.
- Es war ein alter KönigSein Herz war schwer, sein Haupt war grau;
- Es ziehen die brausenden WellenWohl nach dem Strand;
- Gekommen ist der MayeDie Blumen und Bäume blühn,
- Graue Nacht liegt auf dem MeereUnd die kleinen Sterne glimmen.
- Hab’ ich nicht dieselben TräumeSchon geträumt von diesem Glücke?
- Himmel grau und wochentäglichAuch die Stadt ist noch dieselbe!
- Ich wandle unter BlumenUnd blühe selber mit;
- Im Anfang war die NachtigallUnd sang das Wort: Züküht! Züküht!
- In dem Walde sprießt und grünt esFast jungfräulich lustbeklommen;
- In der FremdeI.
- In meinen TagesträumenIn meinem nächtlichen Wachen,
- In meiner Erinn’rung erblühenDie Bilder, die längst verwittert –
- In welche soll ich mich verliebenDa beide liebenswürdig sind?
- Leise zieht durch mein GemüthLiebliches Geläute.
- Lobgesänge auf König LudwigDas ist Herr Ludwig von Baierland,
- Mit deinen blauen AugenSiehst du mich lieblich an,
- Mit schwarzen Segeln segelt mein SchiffWohl über das wilde Meer;
- Mondscheintrunkne LindenblüthenSie ergießen ihre Düfte,
- Morgens send’ ich dir die VeilchenDie ich früh im Wald gefunden,
- NachtgedankenDenk ich an Deutschland in der Nacht,
- Nicht lange täuschte mich das GlückDas du mir zugelogen,
- Nun der Gott mir günstig nicketSoll ich schweigen wie ein Stummer,
- PrologIn Gemäldegallerieen
- Sag’ mir wer einst die Uhren erfundDie Zeitabtheilung, Minuten und Stund’?
- Schattenküsse, SchattenliebeSchattenleben, wunderbar!
- Schon wieder bin ich fortgerissenVom Herzen, das ich innig liebe,
- SchöpfungsliederIm Beginn schuf Gott die Sonne,
- Sie floh. vor mir wie’n Reh so scheuUnd wie ein Reh geschwinde;
- Sorge nie, daß ich verratheMeine Liebe vor der Welt,
- Spätherbstnebel, kalte TräumeUeberfloren Berg und Thal,
- Steht ein Baum im schönen GartenUnd ein Apfel hängt daran,
- Sterne mit den goldnen FüßchenWandeln droben bang und sacht,
- Unterm weißen Baume sitzendHörst du fern die Winde schrillen,
- Verdroß’nen Sinn im kalten Herzen hegendReis’ ich verdrießlich durch die kalte Welt,
- Was treibt dich umher, in der Frühlingsnacht?Du hast die Blumen toll gemacht,
- Weil ich dich liebe, muß ich fliehendDein Antlitz meiden – zürne nicht.
- Wenn du gute Augen hastUnd du schaust in meine Lieder,
- Wenn du mir vorüberwandelstUnd dein Kleid berührt mich nur,
- Wie des Mondes Abbild zittertIn den wilden Meereswogen,
- Wie die Nelken duftig athmenWie die Sterne, ein Gewimmel
- Wie die Tage macht der FrühlingAuch die Nächte mir erklingen;
- Wie neubegierig die MöveNach uns herüberblickt,
- Wie schändlich du gehandeltIch hab’ es den Menschen verhehlet,
- Wieder ist das Herz bezwungenUnd der öde Groll verrauchet,
- Wir standen an der StraßeneckWohl über eine Stunde;
- Die schlesischen Weber(Vom Dichter revidirt.)
1850s 69
- Im Oktober 1849Gelegt hat sich der starke Wind,
- Alte RoseEine Rosenknospe war
- Altes LiedDu bist gestorben und weißt es nicht,
- An die EngelXV.
- An die JungenLaß dich nicht kirren, laß dich nicht wirren
- AuferstehungIII.
- Auto-da-féAuto-da-fe.
- Böses GeträumeXVII.
- Carl I.Im Wald, in der Köhlerhütte sitzt
- Das Glück ist eine leichte DirneUnd weilt nicht gern am selben Ort;
- Das goldne KalbDoppelflöten, Hörner, Geigen
- Der AbgekühlteIX.
- Der ApollogottI.
- Der AsraTäglich ging die wunderschöne
- Der Dichter FirdusiI.
- Der Ex-LebendigeBrutus, wo ist dein Cassius,
- Der Ex-NachtwächterMißgelaunt, sagt man, verließ er
- Der MohrenkönigIn’s Exil der Alpuxarren
- Der UngläubigeDu wirst in meinen Armen ruhn!
- Der weiße ElephantDer König von Siam, Mahawasant
- DisputationIn der Aula zu Toledo
- Enfant PerduXX.
- ErinnerungVI.
- Frau SorgeXIV.
- Fromme WarnungVIII.
- GedächtnißfeierXII.
- Geoffroy Rudèl und Melisande von TripoliIn dem Schlosse Blay erblickt man
- HimmelsbräuteWer dem Kloster geht vorbei
- In Mathildens StammbuchHier, auf gewalkten Lumpen, soll ich
- Jetzt wohin?Jetzt wohin? Der dumme Fuß
- K.-JammerDiese graue Wolkenschaar
- Kleines VolkIn einem Pißpott kam er geschwommen,
- König DavidLächelnd scheidet der Despot,
- König RichardWohl durch der Wälder einödige Pracht
- LumpenthumV.
- Maria AntoinetteWie heiter im Tuilerienschloß
- Michel nach dem MärzSo lang ich den deutschen Michel gekannt,
- MythologieJa, Europa ist erlegen –
- Nächtliche FahrtEs wogt das Meer, aus dem dunkeln Gewölk
- O laß nicht ohne LebensgenußDein Leben verfließen!
- Pfalzgräfin JuttaPfalzgräfin Jutta fuhr über den Rhein,
- PlatenidenIliaden, Odysseen
- PomareI.
- PräludiumDieses ist Amerika!
- Prinzessin SabbathIn Arabiens Mährchenbuche
- RhampsenitAls der König Rhampsenit
- RückschauII.
- SalomoX.
- Schelm von BergenIm Schloß zu Düsseldorf am Rhein
- Schlachtfeld bei HastingsDer Abt von Waltham seufzte tief,
- Sie erlischtXVIII.
- SoliditätLiebe sprach zum Gott der Lieder,
- Spanische AtridenAm Hubertustag des Jahres
- SterbendeIV.
- UnvollkommenheitVII.
- ValkyrenUnten Schlacht. Doch oben schossen
- Verlorene WünscheXI.
- VermächtnisXIX.
- VitzliputzliI.
- WaldeinsamkeitIch hab’ in meinen Jugendtagen
- WeltlaufLazarus.
- Wenn man an dir Verrath geübtSei du um so treuer;
- WiedersehenXIII.
- Zum HausfriedenViele Weiber, viele Flöhe,
- Zwei RitterCrapülinski und Waschlapski,
- Am Golfe von BiskayaHat sie den Tag erblickt;
- Diese schönen GliedermassenColossaler Weiblichkeit
- HelenaDu hast mich beschworen aus dem Grab
- Das SclavenschiffDer Supercargo Mynher van Koek
Undated 6
- Die heil’gen drei Könige aus MorgenlandSie frugen in jedem Städtchen:
- Du bliebest mir treu am längstenUnd hast dich für mich verwendet,
- Ein Fichtenbaum steht einsamIm Norden auf kahler Höh’.
- Habe mich mit LiebesredenFestgelogen an dein Herz,
- Mir träumte einst von wildem LiebesglühenVon hübschen Locken, Myrthen und Resede,
- StoßseufzerUnbequemer neuer Glauben!