Lumpenthum

by Heinrich Heine

[173]

 V.  Lumpenthum. Die reichen Leute, die gewinnt Man nur durch platte Schmeichelei’n – Das Geld ist platt, mein liebes Kind, Und will auch platt geschmeichelt sein.

5
Das Weihrauchfaß, das schwinge keck

Vor jedem göttlich goldnen Kalb; Bet’ an im Staub, bet’ an im Dreck, Vor allem aber lob’ nicht halb. Das Brod ist theuer dieses Jahr,

10
Jedoch die schönsten Worte hat

Man noch umsonst – Besinge gar Mäzena’s Hund, und friß dich satt!

More poems by Heinrich Heine

All poems by Heinrich Heine →