Es fällt ein Stern herunter

by Heinrich Heine

     Es fällt ein Stern herunter Aus seiner funkelnden Höh’; Das ist der Stern der Liebe, Den ich dort fallen seh’.

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     Es fallen vom Apfelbaume

Der weißen Blätter viel; Es kommen die neckenden Lüfte, Und treiben damit ihr Spiel.      Es singt der Schwan im Weiher,

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Und rudert auf und ab,

Und immer leiser singend, Taucht er in’s Fluthengrab.      Es ist so still und so dunkel! Verweht ist Blatt und Blüth’,

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Der Stern ist knisternd zerstoben,

Verklungen das Schwanenlied.

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