Jetzt wohin?

by Heinrich Heine

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 Jetzt wohin? Jetzt wohin? Der dumme Fuß Will mich gern nach Deutschland tragen; Doch es schüttelt klug das Haupt Mein Verstand und scheint zu sagen:

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Zwar beendigt ist der Krieg,

Doch die Kriegsgerichte blieben, Und es heißt, du habest einst Viel Erschießliches geschrieben. Das ist wahr, unangenehm

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Wär’ mir das Erschossen-werden;

Bin kein Held, es fehlen mir Die pathetischen Geberden. Gern würd’ ich nach England geh’n, Wären dort nicht Kohlendämpfe

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Und Engländer – schon ihr Duft

Giebt Erbrechen mir und Krämpfe.

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Manchmal kommt mir in den Sinn

Nach Amerika zu segeln, Nach dem großen Freiheitstall,

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Der bewohnt von Gleichheits-Flegeln –

Doch es ängstet mich ein Land, Wo die Menschen Tabak käuen, Wo sie ohne König kegeln, Wo sie ohne Spuknapf speien.

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Rußland, dieses schöne Reich,

Würde mir vielleicht behagen, Doch im Winter könnte ich Dort die Knute nicht ertragen. Traurig schau ich in die Höh’,

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Wo viel tausend Sterne nicken –

Aber meinen eignen Stern Kann ich nirgends dort erblicken. Hat im güldnen Labyrinth Sich vielleicht verirrt am Himmel,

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Wie ich selber mich verirrt

In dem irdischen Getümmel. –

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