Der Ungläubige

by Heinrich Heine

[156]

 Der Ungläubige. Du wirst in meinen Armen ruhn! Von Wonnen sonder Schranken Erbebt und schwillt mein ganzes Herz Bei diesem Zaubergedanken.

5
Du wirst in meinen Armen ruhn!

Ich spiele mit den schönen Goldlocken! Dein holdes Köpfchen wird An meine Schultern lehnen. Du wirst in meinen Armen ruhn!

10
Der Traum will Wahrheit werden,

Ich soll des Himmels höchste Lust Hier schon genießen auf Erden. O, heil’ger Thomas[WS 1]! Ich glaub’ es kaum! Ich zweifle bis zur Stunde,

15
Wo ich den Finger legen kann

In meines Glückes Wunde.

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