Ein Weib
Sie hatten sich beide so herzlich lieb, Spitzbübin war sie, er war ein Dieb. Wenn er Schelmenstreiche machte, Sie warf sich auf’s Bett und lachte.
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Der Tag verging in Freud und Lust,
Des Nachts lag sie an seiner Brust. Als man in’s Gefängniß ihn brachte, Sie stand am Fenster und lachte. Er ließ ihr sagen: O komm zu mir,
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Ich sehne mich so sehr nach dir,
Ich rufe nach dir, ich schmachte – Sie schüttelt’ das Haupt und lachte.
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Um sechse des Morgens ward er gehenkt,
Um sieben ward er in’s Grab gesenkt;
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Sie aber schon um achte
Trank rothen Wein und lachte.