Spätherbstnebel, kalte Träume

by Heinrich Heine

     Spätherbstnebel, kalte Träume, Ueberfloren Berg und Thal, Sturm entblättert schon die Bäume, Und sie schaun gespenstisch kahl.

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     Nur ein einz’ger, traurig schweigsam

Einz’ger Baum steht unentlaubt, Feucht von Wehmuthsthränen gleichsam, Schüttelt er sein grünes Haupt.      Ach, mein Herz gleicht dieser Wildniß,

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Und der Baum, den ich dort schau

Sommergrün, das ist das Bildniß, Vielgeliebte, schöne Frau!

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