Der wunde Ritter

by Heinrich Heine

     Ich weiß eine alte Kunde, Die hallet dumpf und trüb’; Ein Ritter lag liebeswunde, Doch treulos ist sein Lieb.

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     Als treulos muß er verachten

Die eigne Herzliebste sein, Als schimpflich muß er betrachten Die eigne Liebespein.      Er möcht’ in die Schranken reiten,

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Und rufen die Ritter zum Streit:

Der mag sich zum Kampfe bereiten, Wer mein Lieb eines Makels zeih’t!      Da würden wohl Alle schweigen, Nur nicht sein eigener Schmerz;

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Da müßt’ er die Lanze neigen

Wider’s eigne klagende Herz.

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