Ich wandelte unter den Bäumen

by Heinrich Heine

     Ich wandelte unter den Bäumen Mit meinem Gram allein; Da kam das alte Träumen, Und schlich mir in’s Herz hinein.

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     Wer hat Euch dieß Wörtlein gelehret,

Ihr Vöglein in luftiger Höh? Schweigt still, wenn mein Herz es höret, Dann thut es noch einmal so weh.      „Es kam ein Jungfräulein gegangen,

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Die sang es immerfort,

Da haben wir Vöglein gefangen Das hübsche, goldne Wort.“      Das sollt Ihr mir nicht mehr erzählen, Ihr Vöglein wunderschlau;

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Ihr wollt meinen Kummer mir stehlen,

Ich aber Niemanden trau’.

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