Joachim Ringelnatz
1883–1934
Joachim Ringelnatz (* 7. August 1883 in Wurzen; † 17. November 1934 in Berlin; eigentlich Hans Gustav Bötticher) war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der vor allem für humoristische Gedichte um die Kunstfigur Kuttel Daddeldu bekannt ist.
Best-known poems
-
Hafenkneipe
Hafenkneipe
In der Kneipe „Zum Südwester“
Sitzt der Bruder mit der Schwester … -
Ein ganzes Leben
Ein ganzes Leben
„Weißt Du noch,“ so frug die Eintagsfliege
Abends, „wie ich auf der Stiege … -
Abschiedsworte an Pellka
Abschiedsworte an Pellka
Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
Du Ungleichrunde, … -
Die Ameisen
Die Ameisen
In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen. … -
Schenken
Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten … -
Es bildete sich ein Gemisch
Es bildete sich ein Gemisch
Von Stachelschwein und Tintenfisch.
Die Wissenschaft, die teilt es ein …
All poems (610)
1910s 28
- Es ist besser soEs ist besser so.
- An der Zehe gleich vornSass ein Leichdorn.
- An einem TeicheSchlich eine Schleiche,
- Das SchlüssellochDas Schlüsselloch, das im Haustor sass,
- Der Mensch brauchtDer Mensch braucht – ohne sich zu sputen –
- Der Ohrwurm mochte die Taube nicht leidenSie hasste den Ohrwurm ebenso.
- Die Nacht erstarbDie Nacht erstarb. Und der Tag erwachte. –
- Ein Kehlkopf litt an MigräneUnd schrie wie eine Hyäne,
- Ein Nadelkissen bildete sich einMit dem Stachelschwein
- Ein Nagel sass in einem Stück HolzDer war auf seine Gattin sehr stolz.
- Ein Pinsel mit sehr talentvollen BorstenDer musste viel hungern und viel dorsten.
- Ein Schutzmann wurde plötzlich krankUnd setzte sich auf eine Bank.
- Ein Taschenkrebs und ein KänguruhDie wollten sich ehelichen.
- Errare humanum estQuitschfidel, mit roter Nase,
- Es bildete sich ein GemischVon Stachelschwein und Tintenfisch.
- Es trafen sich von ungefährEin Wolf, ein Mensch, sowie ein Bär,
- Es war ein BrikettEs war ein Brikett, ein grosses Genie,
- Es war ein Stahlknopf irgendwoDer ohne Grund sein Knopfloch floh.
- Es war einmal ein KannibaleDer war aus Halle an der Saale.
- Es war einmal ein KragenknopfMit einer Mechanik am Kopf.
- Es waren einmal zwei GummischuhDie waren stehen gelassen.
- Frau Teemaschine sang auf dem FeuerDer Beifall war ganz ungeheuer.
- Im dunklen Erdteil AfrikaStarb eine Ziehharmonika.
- Lackschuh sprach zum Wasserstiebel„Lieber Freund, du riechst so übel.
- Man stirbt hier vor LangeweileDachte die Nagelfeile
- Miliz„Sie haben sich gestern schrecklich betragen!“
- Unterm TischEs war ein Stückchen Fromage de brie
- War einmal ein SchwefelholzDas sich mit erhab’nem Stolz
1920s 299
- Am HängetauDas Hängetau ist lang und steil.
- Box-KampfBums! – Kock, Canada: – Bums!
- ChansonetteWar ein echter Prinz und hat Warzen im Bett.
- Das Geschwätz in der Bedürfnisanstalt in der SchellingstraßeHeute wurde Geld eingesammelt,
- Der AthletMein Name ist Murxis, der Kraftmensch genannt.
- Freiübungen(Grundstellung)
- Fußball(nebst Abart und Ausartung)
- KlimmzugDas ist ein Symbol für das Leben.
- KniehangIch wollte, ich wär’ eine Fledermaus,
- RingkampfGibson (sehr nervig), Australien,
- Stimme auf einer steilen TreppeDrei Söhne hab’ ich bei die Ulanen verloren,
- Turnermarsch(Melodie: Leise flehen meine Lieder)
- Während der RiesenwelleSeht ihr mich? Und spürt ihr nicht den Wind,
- Wenn ich allein binWenn ich allein bin, werden meine Ohren lang,
- WettlaufPublikum ungeduldig scharrt –
- Worte eines durchfallkranken Stellungslosen in einen Waschkübel gesprochenBloß weil ich nicht aus Preußen gebürtig.
- Zum Aufstellen der Geräte(Ein Muster)
- Zum Wegräumen der GeräteVeterinär, gleichzeitig Veteran,
- Am Barren(Alla donna tedesca)
- BumerangWar einmal ein Bumerang;
- Das Turngedicht am Pferd(Schon den Römern bekannt)
- Der ZahnfleischkrankeWas geht mich der Frühling, was geht mich dein dummes Gesicht,
- FelgeaufschwungDie wir im Felgeaufschwung uns befinden,
- GewitterOben in den Wolken krachte der Donner.
- KniebeugeKniee – beugt!
- Laufschritt-CoupletWenn doch die Pferdebahn noch wär’!
- NachtgalleWeil meine beiden Beine
- RundlaufHeran in die Tiefe, seitab in die Höh –
- Sorge dividiert durch 2 hoch xGrübeln und grübeln nun stundenlang –
- Von einem, dem alles danebengingIch war aus dem Kriege entlassen,
- Zum Bockspringen(Nach einer Fabel Ae-sops)
- Zum KeulenschwingenDie Merowinger sind weit verzweigt.
- Zum Schwimmen(Die Brüder)
- Abendgebet einer erkälteten NegerinIch suche Sternengefunkel.
- Abzähl-ReimeBülow, Nolle, Witte, Zoo...
- Afrikanisches DuellWenn dich der Paul oder jemand, den du kennst,
- Ansprache eines Fremden an eine Geschminkte vor dem WilberforcemonumentGuten Abend, schöne Unbekannte! Es ist nachts halb zehn.
- Avant-proposIch kann mein Buch doch nennen, wie ich will
- BalladetteDas war die sonst noch ziemlich fesche
- BillardopferEr starb am Billard, beim letzten Stoße.
- Daddeldus Lied an die feste BrautLat man goot sin, lütte seute Marie.
- Das BergmannspielUnter dem Bett ist der Schacht.
- Das Doktor-Knochensplitter-SpielDazu braucht man nicht viel.
- Das GesellenstückMahagoni auf Eiche furniert.
- Das TerrbariumDas war meine Erfindung:
- Der BandwurmEs stand sehr schlimm um des Bandwurms Befinden.
- Der BriefmarkEin männlicher Briefmark erlebte
- Der Globus„Wo sitzt“, so frug der Globus leise
- Die BlindschleicheAn einem Teiche
- Die GeburtenzahlDie Geburtenzahl
- Die NagelfeileMan stirbt hier vor Langeweile,
- Die Rakete und der KaterHui! Die Rakete stieg. Sie fauchte
- Die SchnupftabaksdoseEs war eine Schnupftabaksdose,
- Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel DaddelduDie Springburn hatte festgemacht
- Ein kühnes Roßhaar erklärte den andernEs müsse aus der Matratze wandern.
- Ein niedliches EichhörnchenLutschte am kleinen Zehchen.
- Ein Tischbein hingWährend die andern sich stehenden Fußes befanden.
- Eine Erfindung machenWer was erfindet, wird furchtbar reich.
- Es lebte an diskretem OrteEin Stückchen Seife bester Sorte
- Es setzten sich sechs SchwalbenEs setzten sich sechs Schwalben
- Es war ein faules KrokodilDas lag zwei Monate ganz still.
- Es war eine gelbe ZitroneDie lag unter einer Kanone,
- Es war einmal ein schlimmer HustenDer hörte gar nicht auf zu pusten.
- Es waren zwei MoleküleEs waren zwei Moleküle.
- Feierabendklänge eines einhändigen Metalldrehers an seine Frau mit preisgekrönten BeinenIch hätte dem Hinz ein Ohr abgebissen?!
- Flie und EleFliegend entfernten sich die Fliegen.
- Fliege und WanzeDie Fliege hat zur Wanze gesprochen:
- Frühlingsanfang auf der Bank vorm Anhalter BahnhofVierter Klasse wär’ es noch mehr billig.
- GladderadatschEs hatte ein Igel sich geckenhaft und blasiert
- HimmelsklößeJe mehr Kinder dabei mitmachen,
- Jene brasilianischen SchmetterlingeWie schön ihr angezogen seid!
- Kuttel Daddeldu besucht einen Enkel„Mein lieber Heini! – Denn so heißt du ja wohl? –
- Kuttel Daddeldu im BinnenlandSchlafbrüchige Bürger von Eisenach
- Kuttel Daddeldu und die KinderWie Daddeldu so durch die Welten schifft,
- Kuttel Daddeldu und Fürst WittgensteinDaddeldu malte im Hafen mit Teer
- Lampe und Spiegel„Sie faule, verbummelte Schlampe,“
- Lied aus einem Berliner DroschkenfensterAuf dem Asphalt das Blut und das verspritzte Gehirn
- LogikDie Nacht war kalt und sternenklar,
- MaikäfermalenSetze Maikäfer in Tinte. (Es geht auch mit Fliegen.)
- MatrosensangHerr Steuermann, ach Steuermann,
- Mein harmlos LiedIn einem Untertäßchen
- Mein RiechtwieichGutes Bettchen du!
- Mutter Frühbeißens TratschWenn der über die Straßen ging:
- NoctambulatioSie drückten sich schon beizeiten
- Novaja Brotnein(Aus des Wunderknaben Horn)
- Nun sieh mal an! Ei ei!Am Himmel stehn drei Sterne.
- RezeptMan mische 7 Pfund Palmin
- „Ruhe ist viel wert“Sagte das Nilpferd
- Schaudervoll, es zog die reineSchaudervoll: Es zog die reine,
- Schicksal der SchlaubeAnno 1307
- Schlacht mit richtigen BombenDas muß sein wie bei einer wirklichen Schlacht,
- Seemannsgedanken übers ErsaufenIch sterbe. Du stirbst. Er stirbt.
- SeemannstreueNafikare necesse est.
- So fand ich gestern NachmittagIn einer Retirade
- Spuk mit Rümmel mit KumDer fliegende Holländer
- Stoffwechsel„Wie glüht er im Glase! Wie flammt er so hold!
- Tante Qualle und der ElefantDie Tante Qualle schwamm zum Strand.
- ÜberfahrtDie Brücke brach. Da lag ich sekundenlang
- ÜbergewichtEs stand nach einem Schiffsuntergange
- Vier Treppen hoch bei DämmerungDu mußt die Leute in die Fresse knacken.
- Vom Seemann Kuttel DaddelduEine Bark lief ein in Le Haver,
- Was der Liftboy äußertFahrstuhl ahoi!
- Zwei SchweinekarbonadenEs waren zwei Schweinekarbonaden
- AloneEverybody is nice
- ...als eine Reihe von guten TagenWir wollen uns wieder mal zanken,
- Alte WinkelmauerAlte Mauer, die ich oft benässe,
- Alter Mann spricht junges Mädchen anALTER MANN
- AmaryllisDas Atelier ist heiß.
- An den Mann im SpiegelDu bist ein krummer, dummer Hund!
- An Hans SiemsenUns trennt wohl vieles,
- An Peter ScherMein lieber Peter Scher,
- Angstgebet in Wohnungsnot(1923)
- Anstachelung beim ZahnstochernIch biete euch Troglodyten die Spitze.
- Antwort an einen GelangweiltenDu mußt in Langerweile
- Antwort auf einen Brief des Malers Oskar CoesterANTWORT AUF EINEN BRIEF
- AusflugEs wehten Sommerkleider. Enten schnabelten.
- Auskehr(Zum Schmutz- und Schundgesetz November 1926)
- BalladeTief im Innersten von Sachsen
- BlindschlIch hatte einmal eine Liebschaft mit
- Bordell1.
- Daddeldu verprügelt den SchiffsjungenWenn du siehst, daß jemand ins Wasser fällt,
- Das KartenspielVier Männer zogen sich zurück,
- Das Mädchen mit dem MuttermalChanson
- Das OriginalIch bin sehr dagegen,
- Das ParlamentIm Parlament geht’s zu.
- Der BücherfreundOb ich Biblio- was bin?
- Der KomikerEin Komiker von erstem Rang
- Der Mut der reifen JugendMut zeigt sich immer erst vor Übermacht.
- Der SeriöseWo ich abends Weißwürste fresse,
- Der wilde Mann von FeldafingEr schien zum Kriegsmann geboren.
- Dichter und erster AnhörerSie trugen zwei Sardellen
- Die AusgetretenenDie Freifrau Berta von Sade,
- Die Leipziger FliegeOb wohl die Fliegen Eier in uns legen,
- Die Riesendame der OktoberwieseDie Zeltwand spaltete sich weit,
- Die WaisenkinderZwanzig grobe Strohhüte gehen
- Die Zwei PolisIch drehe aus der Tik
- Ein Stück RheinfahrtIch habe nach dem langweiligen Rhein
- Einem KleingiftigenVielleicht, daß ein Unverstandenes
- EinladungenEs ist so herrlich, keine Zeit zu haben,
- Enge KünstlerschaftSie wissen alle was, was sie nicht sagen,
- Erinnerung an ein Erlebnis am RheinJa, ja! – Ich weiß. – Du weißt. –
- Es schneitEs schneit dicke Flocken,
- Ferngruß von Bett zu BettFERNGRUSS VON BETT ZU BETT
- GeburtstagsgrußGEBURTSAGSGRUSS
- Gedicht in Bi-SpracheIbich habibebi dibich,
- Genau besehnWenn man das zierlichste Näschen
- Gewisse junge BurschenSeltsam schauen diese Jungen ins Leben,
- GoldGold macht nicht jeden reich,
- HeimatloseIch bin fast
- HeimwegBabette starb – noch vor erhoffter Zeit. –
- Hilflose TiereWenn ein Hund kotzt, soll man keinen Augenblick
- HinrichtungenKöpfe und Rümpfe trennen sich
- Ich habe dich so liebIch würde dir ohne Bedenken
- Ich raffe mich auf(Einem Freund zum Dreißigsten gewidmet)
- Ich tanzte mit ihrAls Reiter die Steppe durchjagen –
- Immer wieder FaschingWenn der Fasching kommt, wird viel verboten.
- In Zwickau war ichWenn ich Geld hätte
- Jene GroßeJENE GROSSE
- Jene kleinsten ehrlichen ArtistenJener kleinsten, ehrlichen Artisten
- Jubiläumsgongschlag(Zum 1. Juli 1927)
- Kostümball-Gedanken 1928Es wechseln die Moden.
- Kurze WichsKurze Wichs, du bist mei Freid
- LandfluchtFort vom Lande, aus dem engen
- Letzter RittEine Sentimenze
- Letztes Wort an eine SprödeWie ich bettle und weine –
- Maiengruß an den RedakteurMAIENGRUSS AN DEN REDAKTEUR
- Maler und TierfreundIch hatte eine Landschaft in Öl gemalt,
- Man selberWenn wir über uns selber springen,
- Man soll – –Nur an der Gurgel soll man Schurken fassen.
- Marschierende KriegerVor mir her schritt Infanterie,
- MeditationWolleball hieß ein kleiner Hund,
- Mein BruderMein Bruder löst immer Probleme.
- Meine erste Liebe?Erste Liebe? Ach, ein Wüstling, dessen
- Meine TanteMeine Tante ist eine Blinde
- Mensch und TierWenn ich die Gesichter rings studiere,
- Mißratenen Kindes LiedMISSRATENEN KINDES LIED
- Nach dem GewitterDer Blitz hat mich getroffen.
- Nach kurzer Fahrt getrenntEs reimt sich was,
- Olaf GulbranssonIn der freien Sonne, angesichts
- OsternWenn die Schokolade keimt,
- Paul WegenerDer Regen ist noch regener,
- RachegelüstWenn die Menschen dumpf sich nicht getraun,
- Rechnungsrates verregnete ReiseUnd wie ich vom Regen begossen
- ReklameIch wollte von gar nichts wissen.
- Rettende InselWenn Parteien sich und Massen
- Ritter SockenburgWie du zärtlich deine Wäsche in den Wind
- SchenkenSchenke groß oder klein,
- Schneiderhüpfl vor dem Ochsen am SpießSCHNEIDERHÜPFL
- SeepferdchenAls ich noch ein Seepferdchen war,
- ShekespeareSHAKESPEARE
- SilvesterDaß bald das neue Jahr beginnt,
- SittlichkeitsdebatteEin Geruch und ein Gestank
- StammtischworteWenn ein Schiffbruch dich ins nasse Element
- StraßenerlebnisseSTRASSENERLEBNISSE
- Tierschutz-WorteSeien Sie nett zu den Pferden!
- UmwegGing ein Herz durchs Hirn Güte suchen,
- Verflucht und zugenähtMan sollte den Gesetzen
- Was die Irre sprachWir armen Schizophrenen!
- Was willst du von mir?Möchtest du meine Frau werden,
- Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten?Ich würde vor Aufregung wahrscheinlich
- WäscheWäsche ist von des Menschen Umäußerung
- WegeDer Schwindel barmte laut und bog
- WeltverkehrHorch! Eine Stimme aus dem Radio rief:
- Zehn Mark, my dearHeusinger war heute bei mir.
- 7. August 1929Ein Zeppelin fliegt übers Meer.
- Abermals in Zwickau(1929)
- Abgesehen von der ProfitlügeDie kurzen Beine der Lüge sind
- An Alfred SchloßhauerAN ALFRED SCHLOSSHAUER
- An die MasseIch halte zu euch, aber liebe euch nicht,
- An ein startendes FlugzeugDa stehst du in nächster Nähe
- An einen GeschäftsfreundSchlage nicht Freundschaften in den Wind,
- An einen GlasmalerJa, du weißt: Es richten deine
- An meine Herberge in Stuttgart(1928)
- ArbeitIst es unrecht, die Arbeit zu lieben?
- Asta Nielsen weiht einen Pokal(München, März 1929)
- Aus der KundenkundeDie Kunden kommen und gehn,
- Aus der VogelkundeIch spreche von Flugmaschinen.
- Bär aus dem Käfig entkommenWas ist nun jetzt?
- Begrüßung eines soeben GelandetenBEGRÜSSUNG EINES SOEBEN GELANDETEN
- BluesWenn du nicht froh kannst denken,
- Brief auf Hotelpapier(1929)
- Chemnitzer Bußtag 1928CHEMNITZER BUSSTAG 1928
- Das scheue WortEs war ein scheues Wort.
- Der große ChristophDER GROSSE CHRISTOPH
- Der letzte Tag des vergangnen JahrsIch ging auf Abenteuer
- Der UnfallEs sprach das Gehirn erschüttert
- DickhäuterEin Elefant von vorn sieht fast
- Die Fliege im FlugzeugIch war der einzige Passagier
- Drei Tage TirolIch bin nach Tirol gereist
- Dreiste BlickeÜber die Knie
- Du und die NachtGib du dem Tag, was aus dir will.
- Ein Freund erzählt mir„Ich sah auf der Wiese – Oskar ist Zeuge –
- Eine Zuschauerin im Flughafen„Nie wieder wird’s Menschen geben,
- Einem ängstlich EinsteigendenFlieg zu, Insasse!
- Einsamer SpazierflugNun ich wie gestorben bin
- Entomologische LiebeEin Käfer, den ich kenne,
- Enttäuschter BadegastWenn ich im Badeanzug bin
- Fallschirmsprung meiner BegleiterinWie sie den Fallschirm mir zeigt und erklärt,
- FaschingsvollmondEin Freund, ein Dieb aus der Nähe von Metz,
- FernflugViel Höflichkeit wird uns am Start geboten.
- Fliegerleute(1928)
- Flugzeug am WinterhimmelIch fliege im Flockengewimmel.
- FluidumVon Auge zu Auge wogen
- Freiballonfahrt mit Autoverfolgung(1928)
- FreundschaftErster Teil
- Frucht-Zucht-FruchtBananen, Melonen, Ananas – –.
- FrühlingDie Bäume im Ofen lodern.
- Gedenken an Wedekind(März 1928)
- Geld alleinWie gut, daß alle einander nicht gleichen.
- Gespräch mit einem BlasiertenNun, wie war Ihr Flug?
- GroßplatztaubenGROSSPLATZTAUBEN
- Gruß an JunkersGRUSS AN JUNKERS
- Gruß ins BlaueGRUSS INS BLAUE
- HelfenEs betteln Armut und Betrug.
- Humorvolle SpinnerSpinnete Köpfe, gescheit und begabt,
- Hundstagsgespräch„Die Menschen sind Hunde
- Hymnüs’chenEs gehört zu den fröhlichen Sachen,
- Im Flughafen OberwiesenfeldAm Flugplatz vor der Restauration
- Kauderwelscher BettlerdankIch danke dir für Wasser, Wein und Speise,
- KindergebetchenErstes
- Klein-DummdeifiKlein-Dummdeifi ging vorüber,
- Köln–Brüssel–LondonAch, mir war seltsam. Nach dem Start erwog ich,
- Kuttel Daddeldu über Nobile(Juli 1928)
- Leben wie KarnevalJeder summt sein Sümmchen
- Lebhafte WinterstraßeLEBHAFTE WINTERSTRASSE
- MadonnengesichterSchwer zu ertragen
- Mein WannenbadEs muß wieder mal sein.
- Morsche FädenZu einem Trödler
- Müder JuniabendBlühende Kastanienzweige
- MuseumsschweigenWie’s Gedanken gibt,
- Nach der Trennung. LichterfeldeWar so oft schon dieses Scheiden.
- NaturWenn immer sie mich fragen,
- Neidisches über einen Klo-MannAnfangs hat er kläglich gestöhnt,
- Offener Antrag auf der StraßeOFFENER ANTRAG AUF DER STRASSE
- Platzmusik in Stuttgart(1928)
- PreisaufgabenDas Es ki mo no to ne
- Rakete ins ErdfernRakete ins Erdfern, zielfremder Schuß – –??
- Raketenwagen auf der Avus(23. Mai 1928)
- Rückkehr zweier Thüringer aus EnglandDer Eine
- SchlägeEs schlägt im Busch eine Nachtigall.
- Schlechter TagMüde streichen meine Finger
- Schöne Fraun mit schönen KatzenSchöne Fraun und Katzen pflegen
- Schroffer AbbruchLaß mich doch allein,
- Sonntagspublikum vor BühnenSonntagskinder sind Arbeitsfreie,
- StalltürenZwei dicke Elefanten
- Stammtisch IndividuellerWir sitzen gediegen und ausgewählt
- Stille WinterstraßeSTILLE WINTERSTRASSE
- StreitMächtig ist die Ehrlichkeit.
- Trennung von einer Sächsin1928
- Trostworte an einen LuftkrankenRecht so! Speie, lieber Mitgast, speie!
- Über meinen gestrigen TraumWie kam ich gerade auf ein Gestirn?
- Und glaubte doch es überwundenWarum hast du mich ins Gesicht
- VersöhnungEs ließe sich alles versöhnen,
- Wer hat gewonnen?Weil du berühmt bist und mir Wahrheit sagst,
- Wie machen wir uns gegenseitig das Leben leichter?WIE MACHEN WIR UNS GEGEN-
- Winterflug 1929Merkwürdig: Durch meine Lebenszeit
- Wohlgemeint an BiedermannGeh doch einmal ins Gegenteil
- Zu dirSie sprangen aus rasender Eisenbahn
- Zwischen Lipp und KelchesrandEin weibliches Rekördchen
1930s 236
- An Berliner KinderWas meint ihr wohl, was eure Eltern treiben,
- BabiesDaß eure Windeln wie Segel sind,
- Bist du schon auf der Sonne gewesen?Bist du schon auf der Sonne gewesen?
- Den Unterschied bei Mann und FrauSieht man durchs Schlüsselloch genau.
- Die Guh gibt Milch und stammt aus LeipzigWer zuviel Milch trinkt, der bekneipt sich.
- Die neuen FernenIn der Stratosphäre,
- Emanuel Pips(Zu seinem 81. Geburtstag)
- Ernster Rat an KinderWo man hobelt, fallen Späne.
- Geplapper an GroßpapaGEPLAPPER AN GROSSPAPA
- Kinder weinenNarren warten.
- KindersandDas Schönste für Kinder ist Sand.
- Kleine LügenLügen und auch kleine
- Nie bist du ohne NebendirEine Wiese singt.
- SchlängelchenSchlängelchen zum Teufel kam,
- Silvester bei den KannibalenAm Silvesterabend setzen
- Unter Wasser Bläschen machenKinder, ein Rätsel! Hört mich an!
- AbglanzGaben zwei sich einen Abschiedskuß,
- An einen LeuchtturmDa wir heute nur an Stellen, die seicht
- An Enrico Rastelli(11. Oktober 1929)
- An M. zum Einzug in BerlinMorgen, wenn du einfährst in Berlin,
- An meinen längst verstorbenen VaterAch steh noch einmal auf ins Leben,
- An uns vorbeiO wie viel Menschen mögen jetzt,
- AusNun geh ich stumm an dem vorbei,
- Besuch in der Landes-HeilanstaltWie freute sich dieser idiotische Knabe,
- Bleibt uns und treibt unsWas Sehnsucht durch ein Loch im Bretterzaun
- Brief aus Düsseldorf nach München(10. Januar 1930)
- Brief aus München nach Düsseldorf(2. Februar 1930)
- Der Abenteurer„Abenteurer, wo willst du hin?“
- Der mir viel Leid antatIch verfluche dich nicht.
- Die Bitte um VerzeihungEs schneidet mir deine Bitte
- Die Freundin bringt mich ihrem MannEs sollte eigentlich nicht fraglich,
- Die Träumer in der UntergrundbahnHaben vernebelten Blick.
- Die ÜberholtenUnd Menschen triffst du, und dich stört ihr Reden,
- Don QuijoteDie Winde ziehen weiter
- Ehe du Schuhe kaufstDein Schuh wird dich hassen,
- EhebriefNun zeigt ein Brief, daß ich zu lange
- Ein Herz laviert nichtIch nenne keine Freundschaft heiß,
- Eis-HockeyWenn die Hockeyhölzer hackeln,
- Entgleite nichtWer hätte damals das gedacht!?
- EntsetzenWas ist geschehen?
- Es lohnt sich dochEs lohnt sich doch, ein wenig lieb zu sein
- Frau Werner hieß das TierFRAU WERNER HIESS DAS TIER
- Freund und Freund versäumen sichWollen wir uns vergessen?
- GassenkreuzungWas wohl Huren denken,
- Gedenken an meinen VaterWarum ich tief Atem hole?
- Gepflegte WegeWas einem nicht nur in Berlin begegnet:
- GeradewegsWas in uns lebt, soll immer in uns leben,
- Hat jede Frucht ihren SamenHat jemand einen Traum erzählt.
- HeilsarmeeEs singen auf der Straße
- Ich bringe der Frau eine FreundinDarf ich dir meine liebe Freundin bringen,
- Ich habe gebangt um dichIch wäre so gern für dich gegangen. —
- Ich ward beschenkt für ein GedichtUnbekannt hat mir zugesandt:
- Im Aquarium in BerlinAus tiefster Nacht alles Grauen
- Im WeinhausgartenEs funkelt ein Weinchen,
- Insel HiddenseeKühe weiden bis zum Rande
- Kammer-KummerEs äugt ein Wunsch aus mir nach der Uhr.
- Kanäle in BerlinBeleuchtete Zimmer und Säle
- Köln von der Bastei gesehenEs schlägt der Leuchtturm durch die Nacht
- KritikVor der Kritik erwäge zwei Gehirn!
- KunstgewerbeEin blauer Hund mit gelben Ohren
- LebensabschnittIch mache eine Amnestie
- Leid um Pascin(Juni 1930)
- Letzte Abfahrt aus München„Schlafwagen.“ Schön klingt dieses Wort.
- MalerstundeMich juckt's,
- Marter in BielefeldEs war in Bielefeld so bitter kalt.
- Müde in BerlinWenn die Gedanken sich zerstreut
- Nach der PremiereAuf Enttäuschungen gefaßt
- Nach geballten EnttäuschungenUnd nehmen sie die ganze Hand,
- NeujahrsnachtfahrtWenn du nachts in ein Auto steigst
- Nichts geschiehtWenn wir sterben müssen,
- PfingstbestellungEin Pfingstgedichtchen will heraus
- PfützenPfützen spiegeln das Himmelslicht.
- PostkarteSonjalein, Sonjalein,
- RegenschauerDer erste dicke Tropfen schlug —
- Reiseabschied von der FrauNun wechselt mir die Welt,
- RückblickIch sehe hinter dem Grau heute Blau
- RuinenkultWenn der Ruinenzauber glüht,
- Schiff 1931Wir haben keinen günstigen Wind.
- SchindluderEs war ein Pferd, das war ergraut
- Schlimme StimmungIch bin so traurig satt,
- Schöne Frau ging vorbeiEine Falte in deinem Kleid
- Schwanneke starb am 9. Juni 1931Schwanneke starb. Nachts ward es mir erzählt.
- Schwebende ZukunftHabt ihr einen Kummer in der Brust
- SchweigenManche Leute verneigen
- Schweigende FahrgästeDie Fremden, mit denen ich fahre,
- Schwingungen„Sprich etwas lauter, Stadtradau!
- SeefahrtWie viele Gedanken begleiten,
- Seemann kommt aus Pariser Kino„Sous les toits de Paris.“
- SegelschiffeSie haben das mächtige Meer unterm Bauch
- Sehnsucht nach ZufallEs gibt freiwilliges Allein,
- So gut wie schlechtMenschen kenne ich: denen es gut geht,
- Traurig gewordenTraurig geworden im Denken,
- TropensehnsuchtNashornida nannte ich die Kleine.
- Über eine Weile — —Nur eine Weile muß vergehn;
- Überfütterter MagenEin Mann hatte att getan,
- Umarm ihn nichtUmarme den, der dir gefällt.
- Umzug nach Berlin(1930)
- UnterwegsWenn mir jetzt was begegnete,
- Verpufftes GewitterHat mich ein Gewitter
- Vor der Schallplatte eine KatzeKönnen Töne kratzen?
- Vor meinem KinderporträtDa ich ganz fremd mein Kinderbildnis sah,
- Vornehme Herren-BarWeite Welt auf schmalem Fleck. —
- Was dann?Wo wird es bleiben,
- Weiß nicht mehr, was ich sagen wollteWEISS NICHT MEHR, WAS ICH SAGEN WOLLTE
- Weißt du?WEISST DU?
- Welten des InseitsMit deinen Freunden und engsten Bekannten
- Wenn die sich Künstler einladenSie haben dich eingeladen
- Wenn es unversehns ganz finster wirdWenn sich Fliegen vor dem Tod erbosen,
- Wenn wir im MildseinWenn wir im Mildsein, konträre Leben
- Wiedersehen mit einem Kriegsfreund(An Fritz Otto, Hersfeld)
- Wo ist der Mensch, den...Wo ist der Mensch, den ich gerade brauche?
- Wupper-WippchenAls in Elberfeld wir in der Schwebebahn
- Zeitversprengte FreundeWir Freunde auf einen Faden gereiht,
- Abschied von RenéeWann sieht ein Walfisch wohl je
- Am Sachsenplatz: Die NachtigallEs sang eine Nacht …
- An der Alten ElsterWenn die Pappeln an dem Uferhange
- An LandWir sind betrunken wie die Wellen
- An M.Der du meine Wege mit mir gehst,
- An meinen KaktusDu alter Stachelkaks,
- An meinen ZigarettenrauchGleite ins Weite und in die Höh!
- Aneinander vorbeiVom Speisewagen
- Arm KräutchenEin Sauerampfer auf dem Damm
- Aus BreslauAch, liebe Kollegin. Du bist es nicht mehr.
- Aus dem Tagebuch eines BettlersIch klingelte. Ich bettelte um Brot.
- BeinchenBeinchen wollen stehen.
- Belauschte FrauDoch ihr Gesicht,
- BerlinDa fährt die Hochbahn in ein Haus hinein
- Berlin (An den Kanälen)Auf den Bänken
- ChartresKirchenfenster, Kirchenfenster,
- Das Geseires einer AftermieterinMeine Stellung hatte ich verloren,
- Die AmeisenIn Hamburg lebten zwei Ameisen,
- Die BadewanneDie Badewanne prahlte sehr.
- Die KartenlegerinDas Schiff war schon im Hafen leck.
- Die KräheDie Krähe lacht. Die Krähe weiß,
- Die LitfaßsäulenEs stehen die Litfaßsäulen
- Die LumpensammlerinHält sie den Kopf gesenkt wie ein Ziegenbock,
- Die Lupe bietet sich anIch will euch dienen,
- Doch ihre Sterne kannst du nicht verschiebenDas Sonderbare und Wunderbare
- EhrgeizIch habe meinen Soldaten aus Blei
- Ein ehemaliger Matrose fliegtIch bin einst in Seemannsjahren
- Ein ganzes Leben„Weißt Du noch,“ so frug die Eintagsfliege
- Ein Strolch sieht spielende KinderDie kleinen Kinder sind so groß.
- Einer meiner BürstenDeine Borsten wurden weiche Haare,
- Einsiedlers heiliger AbendIch hab’ in den Weihnachtstagen –
- EntschuldigungsbriefMein lieber S., als ich am andern Tag
- Fand meinen einen Handschuh wiederAls ich den einen verlor,
- FlugzeuggedankenDort unten ist die Erde mein
- Frühling hinter Bad NauheimZwei Eier, ein Brötchen, ein Hut und ein Hund –.
- Giraffen im ZooWenn sich die Giraffen recken,
- Heimliche StundeEin kleiner Spuk durch die Dampfheizung ging.
- Herbst im FlußDer Strom trug das ins Wasser gestreute
- Humpelnde WeltEs bleibt nicht aus, daß man den Mut verliert,
- Im ParkEin ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
- Kassel (Die Karpfen in der Wilhelmstraße 15)Man hat sie in den Laden
- KüheWie in der ersten Frühe
- Kurz vor der WeiterreiseIn Eile – in vierzig Minuten
- Leere NachtEs ließ ein Huhn sich braten.
- Leise MaschinenEinsam auf dem Hügel
- LiedchenDie Zeit vergeht.
- Lustig quasseltLustig quasselt der seichte Bach.
- ManilaAls ein altes Tau durch derbe,
- Meine alte SchiffsuhrIn meinem Zimmer hängt eine runde,
- Meine Musca DomesticaHoch soll sie leben!
- Meine SchuhsohlenSie waren mir immer nah,
- MißmutEin Rauch verweht.
- MorgenwonneIch bin so knallvergnügt erwacht.
- Nach einer ZeitDer du unsrer so gedachtest,
- Nacht ohne DachNacht ohne Dach. – Nacht mit Lichtern. –
- Nächtlicher HeimwegEs wippt eine Lampe durch die Nacht.
- Rast auf WanderschaftDer Lautsprecher sprach, doch ich hörte es nicht.
- RauchErdentbunden steigt ins lichte
- RheinkähneDen Rhein durchgleiten die großen
- Schiffer-SentimentGelb das Wasser und der Himmel grau.
- SchlummerliedWill du auf Töpfchen?
- SchneeZwischen den Bahngeleisen
- Schulgedichte zum Auswendiglernen1
- Seehund zum Robbenjäger„Ich bin ein armer Hund.
- Sehnsucht nach BerlinSehnsucht nach Berlin (1929)
- Sehnsucht nach zwei Augen(September 1930)
- SommerfrischeZupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
- SpielballEs weint ein Kind.
- Spielen Kinder doch ...Sahst du in der Bahn auf Reisen:
- TharAls ich abends den Zoo verließ,
- Trost an eine MutterStarb dein Kind. Nun weine!
- Trüber TagZu Hause heulten die Frauen:
- ÜberallÜberall ist Wunderland.
- Und auf einmal steht es neben dirUnd auf einmal merkst du äußerlich:
- Unter den LindenUnter den Linden, vom Pariser Platz
- Vor einem KleidKaro ist in deinem Kleid,
- Vorfreude auf WeihnachtenEin Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
- Warten auf WeißnichtwasEin Leierkasten wringt sich aus.
- Was du erwirbst an Geist und GutErwirb dir viel und gib das meiste fort.
- Wer hört ein Stäubchen lachen?Stäubchen stob durch die Stube.
- ZimmermädchenDie Zimmermädchen der Hotels,
- Zu einem GeschenkIch wollte dir was dedizieren,
- Abschiedsworte an PellkaJetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
- AmbergIch möchte ein Hecht sein,
- Arm DingIch war erwacht und konnte den Morgen nicht grüßen.
- Brief in die SommerfrischeIch habe so Sehnsucht nach Dir.
- Der GlückwunschEin Glückwunsch ging ins neue Jahr,
- Essen ohne dichIch habe mich hungrig gefühlt,
- Hamburger ZimmerleuteDie Kelle schurft, die Säge klingt.
- HerbstEine trübe, kaltfeuchte Wagenspur:
- Herbst in der BodegaMich kitzelt was – nichts weibliches –
- In Betrachtung eines TeppichsSchön bist du, obwohl abgetreten,
- Jenem Stück BindfadenBindfaden, an den ich denke,
- Kleines GedichtchenKleines Gedichtchen,
- Kummervolle RückreiseEs wird vorübergehn,
- Lächelnd abGar nicht versöhnlich genug
- LandregenDer Regen rauscht. Der Regen
- O Welt in einem EiO Welt im Ei, von Haut
- PassantinSo schöner Wuchs! So schöne Haut!
- PinguineAuch die Pinguine ratschen, tratschen,
- Privat-TelegrammUnsere Kasse darf leer sein.
- Psst!Träume deine Träume in Ruh.
- Sag mir’s besser!Es stirbt ein Papier im Schnee,
- SeglerWeiße oder braune
- Sinnender SpatenstichUnter der Erde murkst etwas,
- So kann ein Wiedersehen sein ...So kann ein Wiedersehn sein,
- Spute dich!Spute dich, ehe das Postamt schließt!
- Steine am MeeresstrandSteine schaumumtollt,
- Stille StraßeNachts. – Straße. – Fragen Sie nicht wo und wann.
- Stuttgarts Wein- und BäckerstübchenVor dem heißen Ofen balgen
- Telefonischer FerngrußIch grüße dich durchs Telefon,
- Und ich darf nochHie und da, dann und wann
- Und keins von diesen schönen Mädchen weiß –Und keins von diesen schönen Mädchen kann
- Viel gesiebtIch habe versucht, einen Wind einzufangen.
- Was ist Kunst?Was ist Kunst?? Verwegen ging die Frage
- Wenn die Kaffeemaschine …Wenn die Kaffeemaschine –
- Wie mag er aussehn?Wer hat zum Steuerbogenformular
- ZinnfigurenDie Zinnfiguren sind
- Zwischen meinen WändenIch danke dir: Ich bin ein Kind geblieben,
- An Gabriele B.Schenk mir dein Herz für vierzehn Tage,
- Bulldoggin MotteWenn du fremd bist, komm ihr nicht zu nah!
- Großer VogelDie Nachtigall ward eingefangen,
- HafenkneipeIn der Kneipe „Zum Südwester“
Undated 47
- Abend am StrandAbendglühgold zittert auf träumender See.
- Am alten PlatzIhr seid es! Ich sehe euch wieder,
- An Annemarie Ruland(30. Januar 1919)
- Bin wie ein Dieb durchs Fenster gestiegen.Sah das Mädchen in seiner Jugendpracht
- Da ich mit einem Mädchen maimorgens im Walde gingWenige Schritte weiter –
- Das AndenkenEs hängt an meiner Zimmerwand
- Der GeliebtenSuch nicht der Sorge mattes Grau.
- Der Komödiant seiner GeliebtenIch habe eine Zeitlang für andere Leute
- Der letzte Weg»Ich gehe ins Wasser,« sagte sie leis,
- Der SängerinIch werde die Stunde nie vergessen,
- Der VerschmähteHell strahlen die festlichen Wände,
- Der WeihnachtsbaumEs ist eine Kälte, daß Gott erbarm!
- Die Frau mit der ReiherfederIch weiß nicht genau,
- Ein Liebesbrief(Dezember 1930)
- Ein Liebesnacht-WörtchenJa — — ja! — — ja!! — — ja!!! — —
- Ein männlicher Briefmark erlebteWas Schönes, bevor er klebte.
- Ein TraumEs war nur ein Traum, doch es war eine Pracht!
- Einer UnglücklichenIch kenne die harten Züge
- Flugpost-LiebesgabeRadieschen schmeckt wie Regenwurm.
- FresiaFresia heißt eine blasse Blüte
- Gartenbäume und WegblumenQuäle dich nicht, wer ich bin,
- Gnädige Frau, bitte trösten Sie michÜber mein inneres Grau.
- Gruß in den Spiegel hinter der BarIch fragte gar nicht, wer es sei,
- Herzenstreue»Und seid ihr glücklich?« – hab ich dann gefragt. –
- Ich habe an deiner Brüste AltarDie Nacht bei dir durchsonnen.
- LautsprecherDu weißt sehr wohl, was du erweckst,
- Liebesbrief»Rösl, morgen abend um zehne
- Liebesverse um SonjaEin Nacht-Wörtchen
- MandolinenklängeHör ich der Mandoline Klänge
- Mein M.Sie machen einem gar die liebe schwer.
- Meine Gedanken trafen dich still alleinSpät in der Nacht in deinem Kämmerlein,
- Mir ist, als bräch aus meinem HerzEin Strom durchglühter Lavafluten.
- Missglücktes LiebesabenteuerDas Herz sitzt über dem Popo. –
- Mißglücktes LiebesabenteuerMISSGLÜCKTES LIEBESABENTEUER
- Mutig vorm Spiegel!Schminke dich nur und pudre dich fein,
- NachtschwärmenDie alte Pappel schauert sich neigend,
- NachtwanderungIch geh durch das schlafende Dorf bei Nacht.
- SonntagsliebchenSag mir doch, daß heute Sonntag sein
- Telefonischer FerngrussIch grüße dich durchs Telefon,
- Tiefe Stunden verrannen.Wir rührten uns nicht.
- TrennungWink wink. Auf Wiedersehn!
- Um die SchwalbeMir träumte, ein kleines Schwälbchen
- VerlockungIch sitze fast einsam im warmen Raum.
- VersöhnungEs ließe sich alles versöhnen,
- Wandle träumend jeder für sichMeisters Violinenklänge
- Weihnacht zur SeeWeihnacht war es auf tosender See.
- Wuper-WippchenAls in Elberfeld wir in der Schwebebahn