Meine Gedanken trafen dich still allein

by Joachim Ringelnatz (1883–1934) · 1994 German

Spät in der Nacht in deinem Kämmerlein,
Sahen dich kindlich vor meinem Bildnis beten.
Meine Gedanken sind leise beiseite getreten,
Und sie sprachen voll Sehnsucht: Ach wenn sie doch wüßte,
Daß ich ihr Bild zur selben Stunde küßte.
(Band 1 S. 43)
_____

More poems by Joachim Ringelnatz

  • Hafenkneipe

    Hafenkneipe
    In der Kneipe „Zum Südwester“
    Sitzt der Bruder mit der Schwester …
  • Ein ganzes Leben

    Ein ganzes Leben
    „Weißt Du noch,“ so frug die Eintagsfliege
    Abends, „wie ich auf der Stiege …
  • Abschiedsworte an Pellka

    Abschiedsworte an Pellka
    Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
    Du Ungleichrunde, …
  • Die Ameisen

    Die Ameisen
    In Hamburg lebten zwei Ameisen,
    Die wollten nach Australien reisen. …

All poems by Joachim Ringelnatz →