Reiseabschied von der Frau

by Joachim Ringelnatz

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REISEABSCHIED VON DER FRAU

Nun wechselt mir die Welt, Und andre Leute lenken Mein Handeln und mein Denken. Und ich bin einzeln hingestellt,

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Bin frei und ohne Frau.

Wie schön! — So es vorübergeht!! Weil wir einander so genau Durchkennen und — — Ein Wind, der weht,

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Gewitter funkt,

Weil Neues Altes säubern muß. Mein letztes Lebewohl, ein Kuß, Ist nur, wie in der Schrift, ein Punkt. Bestehendes,

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Sei's Stein, braucht Fluß,

Braucht Wehendes.

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