Reiseabschied von der Frau

by Joachim Ringelnatz (1883–1934) · 1932 German

Nun wechselt mir die Welt,
Und andre Leute lenken
Mein Handeln und mein Denken.
Und ich bin einzeln hingestellt,
Bin frei und ohne Frau.

Wie schön! — So es vorübergeht!!
Weil wir einander so genau
Durchkennen und — —

Ein Wind, der weht,
Gewitter funkt,
Weil Neues Altes säubern muß.

Mein letztes Lebewohl, ein Kuß,
Ist nur, wie in der Schrift, ein Punkt.

Bestehendes,
Sei's Stein, braucht Fluß,
Braucht Wehendes.

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