Gepflegte Wege

by Joachim Ringelnatz (1883–1934) · 1932 German

Was einem nicht nur in Berlin begegnet:
Ein Auto fährt mich. Asphalt ist verregnet.
Der Wagen schleudert; lustig anzuschauen.
Die Luft wird schal. Die Fahrt verliert an Leitung.
Da fällt mir ein: ich las doch in der Zeitung
Von dem Projekt, den Asphalt aufzurauhen.

Bums! — Leichte Panne! Was mich neu versöhnt. —
Ich habe gute Freunde. Männer, Frauen. — —
Die glatte Straße spiegelt und verwöhnt. — —
Es wird mal Zeit, Freundschaften aufzurauhen.

Source: Wikisource

More poems by Joachim Ringelnatz

All poems by Joachim Ringelnatz → · More German poems →