Erich Mühsam
1878–1934
Erich Kurt Mühsam (* 6. April 1878 in Berlin; † 10. Juli 1934 in Oranienburg) war ein anarchistischer deutscher Schriftsteller, Publizist und Antimilitarist. Als politischer Aktivist war er maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde, aus der er nach fünf Jahren im Rahmen einer Amnestie freikam. In der Weimarer Republik setzte er sich in der Roten Hilfe für die Freilassung politischer Gefangener ein.
In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde er von den Nationalsozialisten verhaftet und am 10. Juli 1934 von der SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet.
Best-known poems
-
Der Revoluzzer
Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet
War einmal ein Revoluzzer,
Im Zivilstand Lampenputzer; … -
Nur was Dein ist, kann ich lieben. -
Nur was Dein ist, kann ich lieben. -
Bleibe Dein! So bist du mein! ...
Wär' ich immer mein geblieben, … -
Wir schwiegen nebeneinanderher, -
Wir schwiegen nebeneinanderher, -
um uns erstarb die graue Nacht,
der Nächte eine - bleich und schwer, … -
Mir ist, als hätte ich Absinth gesoffen;
Mir ist, als hätte ich Absinth gesoffen;
Süßbitteres Anisgewürz im Mund -
und aus dem Herzen trommelt Haß ... …
All poems (108)
# 1
A 9
- Ach, ich weiß es wohl, daß deine Seeletausendfach wie meine glüht. -
- Alle Lippen, die ich küßte;die mich betteten, alle Brüste;
- Als ich dich fragte: Darf ich Sie beschützen?da sagtest du: Mein Herr, Sie sind trivial.
- An die DichterAugust 1916
- An die Soldaten1912
- An eine LilieEine Lilie nickt von meinem Tisch,
- Angst packt mich an.Denn ich ahne, es nahen Tage
- Auf den Knien bin ich hierhergekrochenund suchte mein Herz, ob's nicht zerbrochen
- Aus aller Trübnis sollst du mich rettensollst mir die Ketten
B 3
C 1
D 23
- Das Beispiel lebtMärz 1918
- Das Neue DeutschlandMelodie: Preisend mit viel schönen Reden
- Das Volk der DenkerSeptember 1924
- Das, was ich sehne, steht über den Lüftenin denen der Menschen Atem sich mengt.
- Dein Auge sollst du senkenin meins, als wär' ich Christ
- Der AnarchisterichWar einst ein Anarchisterich,
- ... Der für die Menschheit starbDezember 1916
- Der Jüngling, den wir neulich trafender so gefällig war und nett, -
- Der Mahner1910
- Der RevoluzzerDer deutschen Sozialdemokratie gewidmet
- Die DemokratenGenosse Seidelheber sprach:
- Die PfeifeJuni 1918
- Die PflichtMai 1924
- Die Schlacht am BirkenbaumJuli 1915
- Die Sonne lacht, und es lacht die Weltes lachen am Wege die Steine. -
- Die Sterne am Himmel will ich befragenwarum meine Seele so dumpf ist und schwer.
- Die Stimme des GemordetenMärz 1919
- Dies iraeDer Hölle Rachen fauchte Gift und Unrat aus
- Doch manchmal weiß ich meine Augen schönweiß einen weichen Klang in meiner Stimme.
- Drück' mir die Hand, daß mich dein Leid beglückedein heiligreines Leid, das meinem gleicht.
- Du liebtest mich mit deiner ganzen Glut.Ich liebte dich mit Seele und mit Geist.
- Du, ich soll dich wiedersehnund deine Hände mit Küssen netzen
- Durch nahe Bäume wehen Grabesschauer;so fern dem Lebenslärm wie jene Grüfte,
E 5
F 3
G 4
H 4
I 6
- Ich bin der Menschheit nicht mehr gramseit ihr der eine Mensch gelang,
- Ich bin dir treu. - Treu wie der Tod das Lebenbewacht, beweint, zu neuem Sein erweckt,
- Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;der Feuer sieht, und weiß nicht, wo es brennt;
- Ich küsse dich, die du dich mir ergibst -und nur mein Kuß ist dein, die du mich liebst.
- Ich möchte dich so vieles fragen, -ich möchte dir so vieles sagen, -
- Ich wollt' dein Bett mit einer Rose schmückenIch fand sie nicht.
K 5
L 6
M 7
- Manchmal fühl' ich ein Ahnenein Sehnen, vor dem mir bangt,
- Mein Blut ist heiß; mein Herz schlägt toll;mein Hirn ist wogenden Weines voll. -
- Mein Fräulein, oh, das Sie mich doch erhörten!ich sterbe fast vor Sehnsucht und vor Gram,
- Meine Augen trinken deine Blicke. -Meine Seele weiß von deinem Fühlen.
- Meine Straße mir entgegenist heut eine Frau gegangen,
- Mensch seinOktober 1919
- Mir ist, als hätte ich Absinth gesoffen;Süßbitteres Anisgewürz im Mund -
N 3
O 1
R 5
S 3
T 4
U 2
V 3
W 9
- Warum ist dieser einen Bildvor meine Seele hingehängt,
- Was geht's dich an, ob sich dein Leid in mirzu tausendfacher, wilder Qual vermehrt?
- Weckruf1909
- Wehe der ErdeFebruar 1915
- WeltschändungJuli 1916
- Wenn ich dereinst in fernen Ewigkeitenin einem andern, fremden, neuen Leben,
- Wie ich dich liebe!Denn ich liebe alle dunkeln Fragen,
- Willst du mich höhnen, daß in meiner Qualich zu dir floh?
- Wir schwiegen nebeneinanderher, -um uns erstarb die graue Nacht,