Erich Mühsam
Erich Mühsam (Fotografie aus dem Jahr 1928, kurz vor seinem 50. Geburtstag)
Erich Kurt Mühsam (* 6. April 1878 in Berlin; † 10. Juli 1934 in Oranienburg) war ein anarchistischer deutscher Schriftsteller, Publizist und Antimilitarist. Als politischer Aktivist war er maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde, aus der er nach fünf Jahren im Rahmen einer Amnestie freikam. In der Weimarer Republik setzte er sich in der Roten Hilfe für die Freilassung politischer Gefangener ein.
In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde er von den Nationalsozialisten verhaftet und am 10. Juli 1934 von der SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet.
Poems (105)
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... Der für die Menschheit starb
[48] / ... DER FÜR DIE MENSCHHEIT STARB … -
1919
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Ach, ich weiß es wohl, daß deine Seele
Ach, ich weiß es wohl, daß deine Seele / tausendfach wie meine glüht. - … -
Alle Lippen, die ich küßte;
Alle Lippen, die ich küßte; / die mich betteten, alle Brüste; … -
Als ich dich fragte: Darf ich Sie beschützen?
Als ich dich fragte: Darf ich Sie beschützen? / da sagtest du: Mein Herr, Sie sind trivial. … -
An die Dichter
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An die Soldaten
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An eine Lilie
Eine Lilie nickt von meinem Tisch, / beugt die blätterschweren hohen Stengel … -
Angst packt mich an.
Angst packt mich an. / Denn ich ahne, es nahen Tage … -
Auf den Knien bin ich hierhergekrochen
Auf den Knien bin ich hierhergekrochen / und suchte mein Herz, ob's nicht zerbrochen … -
Aus aller Trübnis sollst du mich retten
Aus aller Trübnis sollst du mich retten, / sollst mir die Ketten … -
Barbaren
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Bekleide jetzt die langen weißen Beine
Bekleide jetzt die langen weißen Beine / mit deinen neuen grünen Seidenhöschen … -
Betäubung
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Cleo und Theo
Ewig gleich ging Cleos Leben / eheloser Einsamkeit. … -
Das Beispiel lebt
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Das Neue Deutschland
[43] Das neue Deutschland / Melodie: Preisend mit viel schönen Reden … -
Das Volk der Denker
[99] Das Volk der Denker / September 1924 … -
Das, was ich sehne, steht über den Lüften
Das, was ich sehne, steht über den Lüften, / in denen der Menschen Atem sich mengt. … -
Dein Auge sollst du senken
Dein Auge sollst du senken / in meins, als wär' ich Christ … -
Der Anarchisterich
[4] Der Anarchisterich. / War einst ein Anarchisterich, … -
Der Jüngling, den wir neulich trafen
Der Jüngling, den wir neulich trafen, / der so gefällig war und nett, - … -
Der Mahner
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Der Revoluzzer
[103] / DER REVOLUZZER … -
Die Demokraten
[351] Die Demokraten. / Genosse Seidelheber sprach: … -
Die Pfeife
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Die Pflicht
[94] Die Pflicht / Mai 1924 … -
Die Schlacht am Birkenbaum
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Die Sonne lacht, und es lacht die Welt
Die Sonne lacht, und es lacht die Welt, / es lachen am Wege die Steine. - … -
Die Sterne am Himmel will ich befragen
Die Sterne am Himmel will ich befragen, / warum meine Seele so dumpf ist und schwer. … -
Die Stimme des Gemordeten
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Dies irae
Der Hölle Rachen fauchte Gift und Unrat aus / und ließ die Welt in Urschlamm und in Blut ersaufen, … -
Doch manchmal weiß ich meine Augen schön
Doch manchmal weiß ich meine Augen schön, / weiß einen weichen Klang in meiner Stimme. … -
Drück' mir die Hand, daß mich dein Leid beglücke
Drück' mir die Hand, daß mich dein Leid beglücke, / dein heiligreines Leid, das meinem gleicht. … -
Du liebtest mich mit deiner ganzen Glut.
Du liebtest mich mit deiner ganzen Glut. / Ich liebte dich mit Seele und mit Geist. … -
Du, ich soll dich wiedersehn
Du, ich soll dich wiedersehn / und deine Hände mit Küssen netzen … -
Durch nahe Bäume wehen Grabesschauer;
Durch nahe Bäume wehen Grabesschauer; / so fern dem Lebenslärm wie jene Grüfte, … -
Elegische Ironie
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Entlarvung
Europa hat sich abgeschminkt. / Befreit von Rouge und Puder … -
Epilog
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Es ging von mir zu dir ein stilles Staunen.
Es ging von mir zu dir ein stilles Staunen. / Das strich dir zart den goldenhellen Scheitel. … -
Es stand ein Mann am Siegestor
Es stand ein Mann am Siegestor, / der an ein Weib sein Herz verlor. … -
Fleischeslust
Küsse mich! Gib mir die lüsternen Lippen, / himmlische, wilde Hetäre! … -
Freiheit und Land
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Gefährtin
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Geh nach Hause, armer Knabe
Geh nach Hause, armer Knabe, / leg dich nieder, weh verliebt. … -
Ghasel
Euer Schicksal sind stets eure Taten, Menschen! / Will des Schaffens Glück euch nicht geraten, Menschen, … -
Golgatha
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Hilde
Riesengroße Rosengrüße / sandte ich zum Wiegenfeste … -
Horch, von der Frauenkirche schallt es dumpf.
Horch, von der Frauenkirche schallt es dumpf. / Sechs Uhr: die Stunde, da der Tag verblaßt. … -
Hungersnot
Viele Hunderttausende liegen tot, / tief ins geschändete Ackerland … -
Ich bin der Menschheit nicht mehr gram
Ich bin der Menschheit nicht mehr gram, / seit ihr der eine Mensch gelang, … -
Ich bin dir treu. - Treu wie der Tod das Leben
Ich bin dir treu. - Treu wie der Tod das Leben / bewacht, beweint, zu neuem Sein erweckt, … -
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt; / der Feuer sieht, und weiß nicht, wo es brennt; … -
Ich küsse dich, die du dich mir ergibst -
Ich küsse dich, die du dich mir ergibst - / und nur mein Kuß ist dein, die du mich liebst. … -
Ich möchte dich so vieles fragen, -
Ich möchte dich so vieles fragen, - / ich möchte dir so vieles sagen, - … -
Ich wollt' dein Bett mit einer Rose schmücken
Ich wollt' dein Bett mit einer Rose schmücken, / Ich fand sie nicht. … -
Kain
[16] KAIN / 1911 … -
Kalender 1912
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Kalender 1913
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Kriegslenz
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Kriegslied
Sengen, brennen, schießen, stechen, / Schädel spalten, Rippen brechen, … -
Laß uns die süßen
Laß uns die süßen, / festlichen Stunden, … -
Liebesweh
Zähre rieselt mir um Zähre / in des Betts zerwühltes Laken. … -
Liebesweisheit
Jeden packt einmal die dicke Liebe, / packt einmal die feiste Leidenschaft; … -
Lied der Jungen
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Lob der Tat
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Lumpenlied
[132] / LUMPENLIED … -
Manchmal fühl' ich ein Ahnen
Manchmal fühl' ich ein Ahnen, / ein Sehnen, vor dem mir bangt, … -
Mein Blut ist heiß; mein Herz schlägt toll;
Mein Blut ist heiß; mein Herz schlägt toll; / mein Hirn ist wogenden Weines voll. - … -
Mein Fräulein, oh, das Sie mich doch erhörten!
Mein Fräulein, oh, das Sie mich doch erhörten! / ich sterbe fast vor Sehnsucht und vor Gram, … -
Meine Augen trinken deine Blicke. -
Meine Augen trinken deine Blicke. - / Meine Seele weiß von deinem Fühlen. … -
Meine Straße mir entgegen
Meine Straße mir entgegen / ist heut eine Frau gegangen, … -
Mensch sein
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Mir ist, als hätte ich Absinth gesoffen;
Mir ist, als hätte ich Absinth gesoffen; / Süßbitteres Anisgewürz im Mund - … -
Nun endlich stehst du weiß und nackt
Nun endlich stehst du weiß und nackt / vor süßen Sünden zitternd hier - … -
Nur was Dein ist, kann ich lieben. -
Nur was Dein ist, kann ich lieben. - / Bleibe Dein! So bist du mein! ... … -
Ode zum Jahreswechsel 1916/1917
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Rebellenlied
[67] REBELLENLIED / Dezember 1918 … -
Rechtfertigung
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Rendezvous
Ich bin verdammt zu warten / in einem Bürgergarten … -
Ruf aus der Not
[86] RUF AUS DER NOT / Oktober 1919 … -
Räte-Marseillaise
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Soldatenlied
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Spruch
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Sylvester 1919
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Testament
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Tolstojs Tod
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Traunstein
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Trutzlied
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Uli, Kaschka, Margarete
Uli, Kaschka, Margarete, / Eva, Gerta, Bianca, Kete! … -
Unversöhnlich
[84] UNVERSÖHNLICH / September 1919 … -
Verständigung
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Versöhnung
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Vision
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Warum ist dieser einen Bild
Warum ist dieser einen Bild / vor meine Seele hingehängt, … -
Was geht's dich an, ob sich dein Leid in mir
Was geht's dich an, ob sich dein Leid in mir / zu tausendfacher, wilder Qual vermehrt? … -
Weckruf
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Wehe der Erde
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Weltschändung
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Wenn ich dereinst in fernen Ewigkeiten
Wenn ich dereinst in fernen Ewigkeiten, / in einem andern, fremden, neuen Leben, … -
Wie ich dich liebe!
Wie ich dich liebe! / Denn ich liebe alle dunkeln Fragen, … -
Willst du mich höhnen, daß in meiner Qual
Willst du mich höhnen, daß in meiner Qual / ich zu dir floh? … -
Wir schwiegen nebeneinanderher, -
Wir schwiegen nebeneinanderher, - / um uns erstarb die graue Nacht, … -
Zum Beginn
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