Jene brasilianischen Schmetterlinge

by Joachim Ringelnatz

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Jene brasilianischen Schmetterlinge

Wie schön ihr angezogen seid! Simpelfarbig ist unsere Menschenhaut Und hat noch Hitzpickel am Gesicht. Aber ich denke das ohne Neid.

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Ihr renommiert wahrscheinlich auch nicht

Mit euren sonnenmetallischen Flügeln. Sie sind euer einziges Kleid. Ihr braucht es niemals zu bügeln. Und wenn ich es täte, dann ginge

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Es sicher entzwei.

Und euer Leben, ihr Schmetterlinge, Huscht sowieso wie ein Sternschnupp vorbei. Drum seid ihr Ochsen, wenn ihr’s nicht genießt. Dauernd saufen, naschen, geschlechtlich paktieren!

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Derart keine Zehntelsekunde verlieren!

Bis euch der deutsche Professor aufspießt. –     –     –     –     –     –     –     –     –     – Die europäischen Fernen Kennenzulernen, Was euch das Leben nie bot,

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Was ihr damals auch nie gewollt noch begriffen hättet, –

Nun wär’s euch. – – Zwischen Gläser gebettet Leuchtet ihr so geduldig tot. Broschen seid ihr und Fächer. Ich habe aus euch einen Aschenbecher;

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Aber er tut mir so leid.

Ich streue die Asche lieber daneben. Denn euch brachte das schöne Kleid Um euer junges, brasilianisches Leben.

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