Rheinkähne

by Joachim Ringelnatz

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Rheinkähne

Den Rhein durchgleiten die großen Kähne. Breit und flach. Es sitzen zwei Badehosen Auf dem hintersten Dach.

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In diesen Hosen stecken

Zwei Männer, nackt und braun. Die lieben das Tempo der Schnecken Und schimpfen auf ihre Fraun. Und mustern die fremden Weiber,

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Die strandlängs promeniern.

Glauben doch oft nackte Leiber, Daß sie an sich imponiern. Wie ausgetretene Schuhe Sind diese Kähne. Hat jeder Kahn

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Solch friedlich häusliche Ruhe,

Hat keiner das Getue Der preußischen Eisenbahn. In jedem Kinderwagen Am Strande rollt ein Kind.

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Keins dieser Kinder wird fragen,

Was Schleppkähne sind.

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