Alte Winkelmauer
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ALTE WINKELMAUER
Alte Mauer, die ich oft benässe, Weil’s dort dunkel ist. Himmlisches Gefunkel ist In deiner Blässe.
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Pilz und Feuchtigkeiten
Und der Wetterschliff der Zeiten Gaben deiner Haut Wogende Gesichter, Die nur ein Dichter
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Oder ein Künstler
Oder Nureiner schaut. „Können wir uns wehren?“ Fragt’s aus dir mild. Ach, kein Buch, kein Bild
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Wird mich so belehren.
Was ich an dir schaute, Etwas davon blieb Immer. Nie vertraute Mauer, dich hab’ ich lieb.
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Weil du gar nicht predigst.
Weil du nichts erledigst. Weil du gar nicht willst sein.
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Weil mir deine Flecken
Ahnungen erwecken.
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Du, eines Schattens Schein.
Nichts davon wissen Die, die sonst hier pissen, Doch mir winkt es: Komm! Seit ich dich gefunden,
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Macht mich für Sekunden
Meine Notdurft an dir fromm.