Einsiedlers heiliger Abend
Ich hab’ in den Weihnachtstagen – Ich weiß auch, warum – Mir selbst einen Christbaum geschlagen, Der ist ganz verkrüppelt und krumm.
Und steckte ihn da hinein Und stellte rings um ihn viele Flaschen Burgunderwein. Und zierte, um Baumschmuck und Lichter
Mit Löffeln, Gabeln und Trichter Und anderem blanken Gerät. Ich kochte zur heiligen Stunde Mir Erbsensuppe mit Speck
Gulasch und litt seinen Dreck.
Das Pfannenflickerlied. Und pries mit bewundernder Seele
Es glimmte petroleumbetrunken Später der Lampendocht. Ich saß in Gedanken versunken. Da hat’s an der Türe gepocht,
Es konnte das Christkind sein. Und klang`s nicht wie Weihnachtslieder? Ich aber rief nicht: „Herein!“ Ich zog mich aus und ging leise
Und dankte auf krumme Weise Lallend dem lieben Gott.