Ehebrief

by Joachim Ringelnatz

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EHEBRIEF

Nun zeigt ein Brief, daß ich zu lange Nicht sonderlich zu dir gewesen bin. Ich nahm das Gute als Gewohntes hin. Und ich vergaß, was ich verlange.

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Verzeihe mir. — Ich weiß, daß fromme

Gedanken rauh gebettet werden müssen. Ich danke jetzt. — Wenn ich nach Hause komme, Will ich dich so wie vor zehn Jahren küssen.

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