Neidisches über einen Klo-Mann
[143] NEIDISCHES ÜBER EINEN KLO-MANN Anfangs hat er kläglich gestöhnt, Denn er war zuvor in der Küche Kartoffelschäler, und andre Gerüche Von daher gewöhnt.
Er öffnet die Türen zu den Aborten Und nach kurzen, blödsinnigen Worten Über das Wetter, hält er das Maul. Nie ist er freundlich. Dennoch verehren
Besonders die, die ihm hinterher Handtücher stehlen und Nagelscheren. Ich weiß nicht, warum ich mich vor ihm geniere. Er läßt mir niemals zum Waschen Zeit,
Geriet ich schon oft in Verlegenheit. Im Grunde ärgert’s ihn, wenn man seine Geräte benutzt. Obwohl er niemals, auch nicht mal zum Scheine,
„Gedenket des Alten Denn er muß alles reine halten!“ [144] Schreibt er mit Seife, Frechheit und Ruhe Jeden Morgen groß an den Spiegel.
So ein vornehm nervöses Getue, Das jeden zwingt, ihm viel Trinkgeld zu geben, Und er zählt immer gleich nach, wieviel. – – Ja, so ein bequemes, geldbringendes Leben