Sehnsucht nach Zufall

by Joachim Ringelnatz

[35]
SEHNSUCHT NACH ZUFALL

Es gibt freiwilliges Allein, Das doch ein wenig innen blutet. Verfrühter Gast in einer Schenke sein, Wo uns derzeit kein Freund vermutet — —

5
Und käme plötzlich doch der Freund herein,

Den gleiche Abenteuer-Wehmut lenkt, Dann wird es schön! Dann steigt aus schlaffen Träumen Ein gegenseitig stärkendes Sichbäumen Und spricht, was in ihm rauh und redlich denkt.

More poems by Joachim Ringelnatz

All poems by Joachim Ringelnatz →