Paul Wegener

by Joachim Ringelnatz

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PAUL WEGENER

Der Regen ist noch regener, Wenn er aufs Wasser niedergeht. Gleich fest in jedem Wetter steht Ein großer Stein, Paul Wegener.

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Nicht Edel-, Halb, noch Straßenstein,

Vor allen Dingen und ganz gewiß Kein Similis. Und nun bewegt sich und uns dieser Stein. Ein Schauspieler, der kein

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Theater spielt

Und nicht schielt. Ein Hagen von Tronje, ein Zotteltier, Ein rührender Alter, ein Kavalier. Und hinter den Kulissen

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Ein fröhliches Gewissen,

Ein anständiger Kamerad. Und daheim, am Karlsbad, Im Kreise seiner geschiedenen Frau’n, Die alle ihm bleiben und ihm vertrau’n,

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Neben seiner noch nicht geschiedenen,

Zusammen mit lauter zufriedenen Kindern und Freunden vor einem Kapaun.

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Und drum rum

Bilder und Buddhas schön und stumm,

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Die er schätzt und uns nennt,

Und deren Seele er kennt. Als ich im Filmatelier bei ihm war, Stand er mit violettem Haar Zwischen phantastischem Alldingsgewirr,

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Riß aus dem Tisch ein Bein

Und – bums klirr – Schlug er damit in ein Fenster hinein. Das mußte so – so mußte es sein. Und dann spät nachts,

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Da er müde müßte sein – –

Nein! – – Ging er noch weiter, Tanzte, trank Wein Bis in die helle Stunde

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Weitarmig und heiter,

Mit guten und bösen Geistern im Bunde. Ein lebendiger Roland aus Stein, Der, was er liebt, Gern, groß und ehrlich gibt.

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