Georg Heym
1887–1912
Georg Heym (* 30. Oktober 1887 in Hirschberg, Schlesien; † 16. Januar 1912 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Lyriker des frühen literarischen Expressionismus.
Best-known poems
-
Die Stadt
Die Stadt
(Reinschrift, in Entwurf übergehend)
Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein … -
Nach der Schlacht
In Maiensaaten liegen eng die Leichen,
Im grünen Rain, auf Blumen, ihren Betten.
Verlorne Waffen, Räder ohne Speichen, … -
Dir auf der Schulter flattert ...
An N. P.
Dir auf der Schulter
Flattert ein Schmetterling, … -
Marengo
Schwarzblau der Alpen, und der kahlen Flur,
Die Südsturm dröhn. Mit Wolken tief verhangen
Ist grau das Feld. Ein ungeheures Bangen … -
In deinem Herzen ist der Berg der Qual ...
In deinem Herzen ist der Berg der Qual.
Ich sah zu oft schon seinen Widerschein
Im Abgrund deiner Augen dunkelrot. … -
Der Blinde
Man setzt ihn hinter einen Gartenzaun.
Da stört er nicht mit seinen Quälerein.
„Sieh Dir den Himmel an!“ Er ist allein. …
All poems (90)
1910s 90
- AprilDas erste Grün der Saat, von Regen feucht,
- Berlin IBeteerte Fässer rollten von den Schwellen
- Berlin IIDer hohe Straßenrand, auf dem wir lagen,
- Berlin IIISchornsteine stehn in großem Zwischenraum
- Bist Du nun tot?Bist Du nun tot? Da hebt die Brust sich noch,
- ColumbusCOLUMBUS (12. Oktober 1492)
- Das FieberspitalDie bleiche Leinwand in den vielen Betten
- Der AbendVersunken ist der Tag in Purpurrot,
- Der BaumAm Wassergraben, im Wiesenland
- Der BlindeMan setzt ihn hinter einen Gartenzaun.
- Der Fliegende HolländerWie Feuerregen füllt den Ozean
- Der Gott der StadtAuf einem Häuserblocke sitzt er breit.
- Der HungerEr fuhr in einen Hund, dem groß er sperrt
- Der Schläfer im WaldeSeit Morgen ruht er. Da die Sonne rot
- Der TagPalmyras Tempelstaub bläst auf der Wind,
- Der Tod der LiebendenDurch hohe Tore wird das Meer gezogen
- Der WinterDer blaue Schnee liegt auf dem ebenen Land,
- Die Dämonen der StädteSie wandern durch die Nacht der Städte hin,
- Die Gefangenen IDen harten Weg entlang im kurzen Trab
- Die Gefangenen IISie trampeln um den Hof im engen Kreis.
- Die Heimat der TotenI.
- Die ProfessorenZu vieren sitzen sie am grünen Tische,
- Die RuhigenErnst Balcke gewidmet
- Die SchläferJacob van Hoddis gewidmet
- Die Stadt(Reinschrift, in Entwurf übergehend)
- Die Tote im WasserDie Masten ragen an dem grauen Wall
- Die VorstadtIn ihrem Viertel, in dem Gassenkot,
- Die ZügeRauchwolken, rosa, wie ein Frühlingstag,
- FronleichnamsprozessionO weites Land des Sommers und der Winde,
- Gegen NordenDie braunen Segel blähen an den Trossen,
- GruftDie in der großen Gruft des Todes ruhen,
- HerbstDie Faune treten aus den Wäldern alle,
- LaubenfestSchon hängen die Lampions wie bunte Trauben
- Louis CapetDie Trommeln schallen am Schafott im Kreis,
- MarengoSchwarzblau der Alpen, und der kahlen Flur,
- Nach der SchlachtIn Maiensaaten liegen eng die Leichen,
- OpheliaIm Haar ein Nest von jungen Wasserratten,
- RobespierreEr meckert vor sich hin. Die Augen starren
- Schwarze VisionenAn eine imaginäre Geliebte
- SonnwendtagEs war am Sommersonnwendtag,
- StyxDie Nebel graun, die keinem Winde weichen.
- WolkenDer Toten Geister seid ihr, die zum Flusse,
- AbsolutionBin der Liebsten nachgeschlichen
- Ach, du bist wunderschlank ...An Emma R.
- Alles ist eitelAch, ich kann dich nicht verwinden.
- Am SpringbrunnHeute wollt das Elschen kommen
- An meine kleine FreundinWer hätte das gedacht!
- Auf eine VerlobungDu bist so bleich geworden
- Bezwing ich dich? ...Bezwing ich dich? Dein Sturm durchbraust mich wild
- Brennt eine Flamme ...Brennt eine Flamme wohl in dem Gefäße,
- ChryseisDich liebt der Gott,
- Da vom Weine, den ich dir gegossen ...Du getrunken an des Bechers Rund,
- Deine Wimpern, die langen ...An Hildegard K.
- Deiner schmalen Schläfe Bogen ...Hält der Adern Netz durchzogen,
- Der Gang der LiebendenSie wandeln Hand in Hand auf den verschlungnen toten Wegen
- Der Tag der LiebeO Eros' Fest und Feste der Sommerzeit!
- Die Augen schließ ich ...Die Augen schließ ich. Schall erfüllt den Pfad
- Die dunklen Wälder liegen meilenweit ...(Entwurf)
- Die ganze Nacht ...Die ich verwacht,
- Die Sünde wider den GeistEinmal nur sah ich dich
- Die Zeiten schlagen ihre Bücher zu ...Der Menschen Namen stehen namenlos.
- Dir auf der Schulter flattert ...An N. P.
- Drohung ans LiebchenIch liebe dich, du.
- Drück mir nur die Dornenkrone ...Fester in die bleiche Schläfe,
- Du fragst, warum ich dir nicht nah ...An Else M., die ich liebe, wie keine
- Eine Heimat wüßte ich uns beiden ...Wo im Schoß der Nacht in Wolkenreichen
- Endlich LichtIch rang einst mir die Hände wund
- Erste LiebeKaum glitt die Sonne durch das Grün
- Frühling. Ein erstes Blühen ...Frühling.
- GlaubenAn Else M.
- HeimatHeilig ist die Nacht hernieder
- Im TanzHörst du die Geigen,
- In deinem Herzen ist der Berg der Qual ...Ich sah zu oft schon seinen Widerschein
- In meinem Herzen steht ein Tempel ...Der Schönheit hab ich ihn geweiht,
- LäuterungNein, heut nicht! Übers Jahr
- Liebe, Liebe, wo bist du? ...Wo bist du, die ich lieben möchte.
- Manchmal noch höre ich ...(Flüchtiger Entwurf)
- Nichts blieb zurück von dir ...(Entwurf)
- O welche ungeheure Schönheit ...An?
- Roten Mohnes Blüten nahmst du viele ...Schöne Blumen, die der Sommer gab.
- So ruhig, wie ein Boot im stillen Hafen ...(Die Ruhigen / Erste Fassung)
- Stimme aus der TiefeWillst du denn, daß ich ganz zu Grunde geh?
- Stirb, und ich will dir folgen ...Ins Grab noch diese Stund,
- Und die Liebe brach auf ...Und die Liebe brach auf, wie ein Sturm, wie das Licht, wie das Meer,
- Unter dem HundssternDer Himmel wurde grau und bleich.
- War ein Knab ...War ein Knab mit schwarzem Haar,
- Wär ich berühmt ...Wär ich berühmt, der Liebe würd ich rüsten
- WerbungWas schauderst du, wenn unser Blick entflammt?
- Wie ist wohl mein wahr Gesicht?Also frage ich mich oft,
- Wir lagen tief in einer Dünenschlucht ...Für Mary aus Ahlbeck