Aus der Kundenkunde

by Joachim Ringelnatz

[79] AUS DER KUNDENKUNDE Die Kunden kommen und gehn, Großeltern, Eltern und Kind. Doch wenn es schlimme sind, Dann bleiben sie lange stehn;

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Die Sekundenkunden

Sind noch nicht erfunden. Die Kunden kaufen und zahlen, Doch manche wollen nur Waren besehn, Sich orientieren. Man nennt sie

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„Sehleute“ und „Orientalen“;

Der fleißige Kaufmann kennt sie. Es stottern und feilschen die Kunden Und schwatzen und lassen sich stunden. Und stehlen sogar. Dagegen stiehlt nie

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Die aristokratische Kleptomanie.

Der lockere Kunde von Beruf Hat meistens einen Pferdehuf. Wer seinen Kunden kündigt Und meint, es ginge so: allein,

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Selber sein eigener Kunde zu sein,

Der wird leicht vom Schicksal entmündigt.

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