Landflucht

by Joachim Ringelnatz

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LANDFLUCHT

Fort vom Lande, aus dem engen Städtchen in die Großstadt flieht der Geist, Wo im Kampf der Mengen Er zerreißt.

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Dort, wo Puls und Uhr

Schneller ticken, Wird er sich zusammenflicken, Wenn er’s erst versteht, Daß die unbezwingliche Natur

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Auch auf Radiowellen, Schienenspur

Und Propellerschwingen weitergeht. Wenn ihm das gelingt, Wenn er nicht darüber ganz verkommt, Wenn ihm die Erkenntnis frommt,

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Daß die Nachtigall genau so singt

Wie ein Spatz Am Alexanderplatz, – – – Ja, dann wird ihn wohl von Zeit zu Zeit Eine Sehnsucht wieder landwärts tragen

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In die Enge, in die Einsamkeit. – –

Bis die simplen, friedlichen, gesunden Bauern ihn nach Tagen Oder Stunden Wiederum verjagen;

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In die große Stadt zurück.

Und dort wird er sagen: Nur im Ruhelosen ruht das Glück.

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