Schiff 1931

by Joachim Ringelnatz

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SCHIFF 1931

Wir haben keinen günstigen Wind. Indem wir die Richtung verlieren, Wissen wir doch, wo wir sind. Aber wir frieren.

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Und die darüber erhaben sind,

Die sollten nicht allzuviel lachen. Denn sie werden nicht lachen, wenn sie blind Eines Morgens erwachen. Das Schiff, auf dem ich heute bin,

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Treibt jetzt in die uferlose,

In die offene See. — Fragt ihr: „Wohin?“ Ich bin nur ein Matrose.

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