Gruß an Junkers

by Joachim Ringelnatz

[89] GRUSS AN JUNKERS[1] Ich kenne den Herrn Junkers nicht. Mag es auch schmeichlerisch klingen, Ich widme ihm dennoch dies Gedicht, Beschwingt von seinen Schwingen.

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Aus meiner Laune steigt es frei,

Entflogen, nicht entwachsen. Es reimt sich Kriecher- und Fliegerei Nicht einmal gut in Sachsen. Ich bin mit Junkers’ Maschinen schon

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Oft über die Lande geflogen,

Hab meinen Tages- und Wochenlohn Darüber oft weit überzogen, Sprach immer zu mir zuvor: „Überleg’s Dir!“ – Aber flog doch aufgehimmelt

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Durch Wetter und Wolken. Und fand unterwegs

Ein Glück, das unten verschimmelt. Ich stehe nun – scheint’s mir – auf gleichem Fuß Mit den Möwen, Adlern und Schwalben. Ich sende Herrn Junkers meinen Gruß

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Und komme ihm zweimal einen Halben.

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