Gisela Etzel
1880–1918
Best-known poems
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34.
34.
Mein Tag ist so von Liebe ganz beladen,
Daß ich erschauernd wie durch Wonnen gehe, …
All poems (63)
1910s 63
- 2.Zuweilen flieg ich fort in einem Schrei,
- 3.Ich möchte gern mit jungen Mädchen singen,
- 4.Ja, manchmal hab ich so ein wildes Fühlen,
- 5.Giocondo wartet, daß ich Liebe bringe
- 6.Es ist nicht Sitte, daß ein Weib es wage,
- 7.Zuweilen geh ich morgens in den Garten,
- 8.Unvergleichliches Entzücken
- 9.Durch nächtliche Gassen welch süßes Getön,
- 10.Ich möchte wohl solch eines reinen Knaben
- 11.Der Wegrain blüht; die goldnen Königskerzen
- 12.Komm, Knabe, komm und sieh mir in die Augen,
- 13.Wie doch ein Traum so groß beglücken kann!
- 14.Das Franziskanerkloster in Fiesole
- 15.Florenz ist schön, doch schöner noch ist Rom,
- 16.Aus meinem Teiche zieht ein schwarzer Schwan
- 17.Wie lieb ich das: auf sanft erhöhtem Sessel
- 18.Die Eiche
- 19.Wenn ich zu meinem werten Maler gehe
- 20.Von Tagen weiß ich, die wie blaue Flammen
- 21.Und immer wieder dieser eine Traum,
- 22.Ich liege auf dem Rücken hoch im Heu:
- 23.Du anmutvolle Frau, du lieb Gesicht,
- 24.Wie ist der schwere Gang der jungen Frauen
- 25.In meiner Kirche, wo ich täglich bete,
- 26.In Santa Maria Novella
- 27.Wenn ich geschloßnen Auges dieses denke:
- 28.Du wehrst dich gegen mich? Kannst du verwehren,
- 29.Nun ich dich weiß, bin ich so voll von Liedern,
- 30.Und jedesmal, wenn ich von dir mich trenne,
- 31.Nie scheint das Leben mir so fröhlich heiß,
- 32.Weiße Rosen gab mir heute
- 33.Wie tief und rein ist nun mein Herzerleben,
- 34.Mein Tag ist so von Liebe ganz beladen,
- 35.Seit ich dich liebe, habe ich ein Fühlen,
- 36.Mein Leben ist so voll von dir durchdrungen,
- 37.Der Tag liegt mit mir betend auf den Knien,
- 38.Gleich Glockenläuten branden auf in mir
- 39.Komm, Geliebter, komm mit in den Wind!
- 40.Wenn ich in glühender Nacht
- 41.Nun bin ich eine heiße Sommernacht,
- 42.O heilige Wollust, heilig du auf Erden!
- 43.In hellem Landhaus nun auf Felsenhöhe!
- 44.Ich fühle oft, wenn ich im Schwarm der Gäste
- 45.Mit einem Ring
- 46.Nun dünkt mich jeder Frühlingstag ein Alp,
- 47.Ich geh an deinem Haus vorbei,
- 48.Sieh, ich trage meine Tage,
- 49.Dein kleines Bild, das deine Hand mir malte
- 50.Ich trug deinem Bilde den Frühling ins Haus,
- 51.Ich meine oft, mein Auge müßt erblinden,
- 52.So voller Unruh warten meine Tage
- 53.Und daß man letzten Endes einsam ist,
- 54.Und dennoch wacht in mir dies bange Fragen:
- 55.Trübe blickt das Leben
- 56.Muß ich nun schlafen gehn
- 57.Dies Tal, zu dem ich meine Schmerzen trug,
- 58.Nun weiß ich dies: daß Leben Sterben heißt,
- 59.Im Herbsten gibt es starre Stunden,
- 60.Noch flammt der Garten in so buntem Blühen,
- 61.Starr und staubig ziehen rings die Straßen
- 62.Du Wiege meiner Schmerzen,
- 63.Nur Stunden noch kann meine Seele wachen
- Die Lieder der Monna Lisa1.