50.
Ich trug deinem Bilde den Frühling ins Haus,
Viel leuchtende gelbe Narzissen!
Sie tranken die Sonne so glühend beflissen,
Da brach ich die Frohen, die Seligkeit wissen,
Für dich, Geliebter, zum Strauß!
Sie tragen noch Glück, und ihr Herzchen ist voll
Von des Morgens tauigen Küssen,
Von schwärmenden, wärmenden Sonnenstrahlgüssen;
Ihre Herzen, Geliebter, sind heiß von Genüssen
Und blühen und sprühen wie toll!
Und Andacht in Händen umstell ich dein Bild
Mit dem freudedurchatmeten Garten,
Und alle Gedanken, die angstvoll genarrten,
Knien nieder davor und beten und warten,
Ob nicht dieses Licht, das dich jubelnd umhüllt,
Auch in qualdunkle Nacht meiner Einsamkeit quillt.