52.
So voller Unruh warten meine Tage
Nur immer auf die Züge deiner Hand,
Die zu mir finden aus dem fernen Land,
Dahin ich alle meine Träume trage.
Wie ich es Winden nun und Wolken sage,
Daß deine Liebe einmal bei mir stand,
Daß tief dein Mund zu meinen Lippen fand /
O dies Erinnern, das ich kaum ertrage!
Wenn ich dich denke, breiten meine Arme
Sich siegessicher einer Welt entgegen,
Ich stehe leuchtend über meinem Harme,
Und Himmel wirft auf mich den Sternenregen /
Und dennoch will es mir den Atem rauben:
Es ist zu kühn, ein neues Glück zu glauben!