33.
Wie tief und rein ist nun mein Herzerleben,
Seit Lionardos Liebe zu mir kam,
Seit er ans wilde dunkle Herz mich nahm,
Von seinem Himmel mir ein Stück zu geben!
Wohin ist Sehnen, Zagen und Erbeben?
Und Lauheit, halbe Lust und falsche Scham?
Ein scharfgeschliffnes Schwert ist nun mein Gram,
Das andachtzitternd meine Hände heben:
Das ich in Wollustschmerz ins Herz mir grabe,
In dunklen Stunden, da ich einsam bin,
Und das ich lächelnd abgegürtet habe,
Wenn ich im Liebesarm des Liebsten bin . . .
Wie Kuß und Schwert sind alle meine Stunden/
Wie Himmelsgnaden oder Höllenwunden.