Franz von Dingelstedt
1814–1881
Franz Freiherr von Dingelstedt (* 30. Juni 1814 in Halsdorf (Wohratal); † 15. Mai 1881 in Wien) war ein deutscher Dichter, Journalist und Theaterintendant. Er gilt als bedeutender Theaterleiter des späten 19. Jahrhunderts; zuletzt war er Direktor des Wiener Burgtheaters. Berühmt wurde er durch das von ihm gedichtete Weserlied, das von Gustav Pressel vertont wurde. Sein bekanntestes literarisches Werk sind die Lieder eines kosmopolitischen Nachtwächters.
Poems (25)
- Am KaminDas jüngst noch sie und mich beschien;
- Am ScheidewegeLeb' wohl! Zeit ist's zu gehen für uns beide!"
- AstronomieDie am Winterhimmel stehn,
- Das BildDein liebes Bild geküßt;
- Das weiß ich nicht, wie es gekommenDaß dir mein Herz auf einmal gut,
- Dein Aug' ist meine Sonne, KindMein Leuchtthurm ist dein Licht;
- Die Mähr vom Feu'r des heil'gen ElmIst nicht zur Kurzweil blos erdacht,
- Eine LandpartieWie mahnst du mich, und ohne Worte,
- Erste LiebeDie jenes Haus bewacht,
- Es kam die Fluth, als mir dein BildnißIm Herzen aufgegangen war,
- GefrornesBlumen, die mit kalten Händen
- Hier will ich wandeln, bis sie nahtAuf die mein Auge harrt,
- Hohe Liebe: SonettenkranzEin kleines Eiland gönnet mir in Güte,
- Im PostwagenWir saßen im Wagen, zu drei oder vier,
- Letzte Liebe Ein Canzonen-KranzDie Sonne sinkt. Ein brechend' Mutter Auge
- Neuer WinterNun, da dein Auge von uns scheidet,
- SchlummerliedDie Wolken ziehen schwarz und hoch,
- Sonne und MondDer aus den Liebesaugen sanft verweint
- StändchenFenster zu, Gardine nieder,
- Trost in TrennungDie im Frühling uns entzückt,
- UeberraschungWie bin ich doch so froh erschrocken,
- Welt-EinsamkeitEntfernt von allen andern,
- WindstilleHat mir mein süßes Kind erlaubt,
- Wär' ich der Wind, ich wollte pochenAn deiner Karre grüne Thür;
- Zum AbschiedWenn ich vorübergeh';