Julius Grosse
1828–1902
Julius Waldemar Grosse (* 25. April 1828 in Erfurt; † 9. Mai 1902 in Torbole, Italien) war ein deutscher Schriftsteller (Pseudonym: Otfried von der Ilm) und Theaterkritiker.
Poems (58)
1880s 58
- AbschiedEndlich Entscheidung - und ewig verloren,
- AequinoctienGleich den Tagen nun die Nächte.
- Als ich dich liebte, liebt' ich auch die GottesweltUnd alle Menschen schienen mir erhabener.
- An der KirchthürAn der Kirchthür bin ich vorbeigegangen,
- Armuth der WeisheitIhr alten Bücher, glänzend noch bei Nacht
- Auf dem JahrmarktAuf dem Jahrmarkt unterm Leinwanddache
- BegegnungDu holde Traumgestalt,
- Dein Bild will ich bewahrenWie sanfter Träume süßen Trost,
- Deine Wangen so rothDeine Wangen so roth und so zitternd dein Fuß
- Demuth des GlücksAch, alle Tage will ich nun voll Demuth gehn,
- Der Tag wird kommen, der das Räthsel löstDas einen Abgrund zwischen uns erschlossen.
- Die Brunnen rauschen stilleMein Herz, das schlägt dazu.
- Die Luft ist still, und die Nacht ist hellVon blitzendem Mondenlichte.
- Die weite Welt ist nun zur Ruh'Das Mondlicht kommt verstohlen
- Die weiße FrauDie weiße Frau ist mir erschienen
- Du kehrst nun in das Märchenreich zurückAus dem du morgenklar gekommen.
- Durch Wildniß schweif' ich hingesunkner TrümmerWie konnte solche Herrlichkeit vergehn,
- Ein treues HerzWeißt du ein Herz dir schlagen,
- ErfüllungIst es denn Wahrheit, daß dein süßer Mund
- Es kommt der Tag, ich seh' ihn ferne leuchtenDa du als Freundin trittst zu meinem Herd,
- Es mußte wohl so kommen, weil wir Menschen sindIch weiß es wohl, weil Göttlichkeit ich dir geliehn
- EurydiceManchmal sinket dein Bild zurück in die Fluten der Lethe,
- Ewige JugendWohl alle Tage, wenn ich bei dir bin,
- Gute NachtGute Nacht und gute Nacht!
- Hand in HandHand in Hand auf lichten Höhen,
- Im lärmenden Tag, im stürmenden DrangDie Stunden kommen und gehen;
- In der KapelleIn der Kapelle war's. Beim Kerzenschein
- Je trüber die Wolken kommenJe heller ist's im Herzen hier;
- Kleines Mädchen, kleines MädchenAus: Junge Liebe
- LiedDie Nächte stürmen, doch die Seele singt:
- LiedKein Stern ist in Wolken zu sehen,
- Manchmal erklingen hör' ich's leiseSo wild im Sturm die Lebensreise
- Melodie der Seele, töneTöne nach, mein Lautenschlag!
- Neuer FrühlingUnd wieder kommt der Frühling reich und golden
- Nicht weil du schön bistNicht weil du schön bist wie die Frühlingsnacht,
- Noch jeder Tag, da ich dich sahHat mir ein goldnes Lied gebracht.
- Nun ziehen herauf die Sterne all'Im Thale läuten die Glocken;
- O könnt' ich segnend meine Hand -Dir auf die blasse Stirne legen,
- O sage nicht, du hast mich nie geliebtDein Herz spricht anders und des Auges Scheue.
- Ob du mich je geliebt, ich weiß es nichtOb Lästerzungen deine Gunst mir stahlen,
- SehnsuchtSehnsucht, auf den Knieen
- SerenadeKeine düstren Sorgenträume
- Sie sagten oft, du seiest streng und kaltUnd deine junge Seele zugeschlossen
- So sollen sich die Wege scheidenVon heute an auf immerdar.
- TraumgedankenTraumgedanken, Sturmesbeute,
- Verschneite WegeFlocken fallen über Nacht tief und weit und breit,
- Verschollenes GlückIch weiß ein Märchen, daß ein Wandrer kam
- Verschwiegene SorgeSchöner wirst du jetzt mit jeden Tage,
- Was ist Vergangenheit?Nur eine einz'ge Nacht aus vielen Nächten.
- Weißt du noch - in MaienmondenAls wir gingen unter Birken?
- Wenn über Nacht dir eine Thräne kommtDann denke mein;
- Wer mag der Liebe Dauer wohl ermessenDie einmal in der Brust gepocht?
- Wie kommt's, daß meine FreundeWie kommt's, daß meine Freunde auf den Gassen
- Wie schön ist doch die StraßeWie schön ist doch die Straße, wo du wohnest!
- Wieder naht in meinen TräumenDeine rührende Gestalt.
- Wo deinen Namen ich noch hörte nennenHat Ehrfurcht ihn umschlungen
- Zwar, ich bin glücklich; dir dank' ich es nichtMahnendes , trauerndes Traumgesicht.
- Zweifel des GlücksWarum so zagend in der Seligkeit,