Julius Grosse
Fotografie vor 1897
Julius Waldemar Grosse (* 25. April 1828 in Erfurt; † 9. Mai 1902 in Torbole, Italien) war ein deutscher Schriftsteller (Pseudonym: Otfried von der Ilm) und Theaterkritiker.
Poems (50)
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Aequinoctien
Gleich den Tagen nun die Nächte. / Stürme brausen thalhernieder, … -
Als ich dich liebte, liebt' ich auch die Gotteswelt
Als ich dich liebte, liebt' ich auch die Gotteswelt, / Und alle Menschen schienen mir erhabener. … -
An der Kirchthür
An der Kirchthür bin ich vorbeigegangen, / In den Linden schlief der Wind. … -
Armuth der Weisheit
Ihr alten Bücher, glänzend noch bei Nacht / In Gold und Leder und voll weiser Lehren, … -
Auf dem Jahrmarkt
Auf dem Jahrmarkt unterm Leinwanddache / Saß ich still beim Wein im Regenschauer, … -
Dein Bild will ich bewahren
Dein Bild will ich bewahren / Wie sanfter Träume süßen Trost, … -
Deine Wangen so roth
Deine Wangen so roth und so zitternd dein Fuß / Auf Steinen, den regenglatten. … -
Demuth des Glücks
Ach, alle Tage will ich nun voll Demuth gehn, / Daß mir so Liebes ist auf Erden noch geschehn. … -
Der Tag wird kommen, der das Räthsel löst
Der Tag wird kommen, der das Räthsel löst, / Das einen Abgrund zwischen uns erschlossen. … -
Die Brunnen rauschen stille
Die Brunnen rauschen stille, / Mein Herz, das schlägt dazu. … -
Die Luft ist still, und die Nacht ist hell
Die Luft ist still, und die Nacht ist hell / Von blitzendem Mondenlichte. … -
Die weite Welt ist nun zur Ruh'
Die weite Welt ist nun zur Ruh', / Das Mondlicht kommt verstohlen … -
Die weiße Frau
Die weiße Frau ist mir erschienen / Im wachen Traume geisterklar; … -
Du kehrst nun in das Märchenreich zurück
Du kehrst nun in das Märchenreich zurück, / Aus dem du morgenklar gekommen. … -
Durch Wildniß schweif' ich hingesunkner Trümmer
Durch Wildniß schweif' ich hingesunkner Trümmer; / Wie konnte solche Herrlichkeit vergehn, … -
Ein treues Herz
Weißt du ein Herz dir schlagen, / Das treugesinnt dir ist, … -
Es kommt der Tag, ich seh' ihn ferne leuchten
Es kommt der Tag, ich seh' ihn ferne leuchten / Da du als Freundin trittst zu meinem Herd, … -
Es mußte wohl so kommen, weil wir Menschen sind
Es mußte wohl so kommen, weil wir Menschen sind. / Ich weiß es wohl, weil Göttlichkeit ich dir geliehn … -
Eurydice
Manchmal sinket dein Bild zurück in die Fluten der Lethe, / Und die Wellen der Zeit führen mich selber hinweg. … -
Ewige Jugend
Wohl alle Tage, wenn ich bei dir bin, / Umschleiert mich ein Frühling ew'gen Lebens … -
Hand in Hand
Hand in Hand auf lichten Höhen, / Tief im Schattenthal zu schreiten - … -
Im lärmenden Tag, im stürmenden Drang
Im lärmenden Tag, im stürmenden Drang / Die Stunden kommen und gehen; … -
In der Kapelle
In der Kapelle war's. Beim Kerzenschein / Die Messe klang. Die Fenster aus und ein … -
Je trüber die Wolken kommen
Je trüber die Wolken kommen, / Je heller ist's im Herzen hier; … -
Kleines Mädchen, kleines Mädchen
Aus: Junge Liebe / Kleines Mädchen, kleines Mädchen … -
Manchmal erklingen hör' ich's leise
So wild im Sturm die Lebensreise / Hinflutet sonder Ruh' und Rast, … -
Melodie der Seele, töne
Melodie der Seele, töne, / Töne nach, mein Lautenschlag! … -
Neuer Frühling
Und wieder kommt der Frühling reich und golden / Und doch wie anders unter Blütendolden! … -
Nicht weil du schön bist
Nicht weil du schön bist wie die Frühlingsnacht, / Geheimnißathmend im Nebelglanz - … -
Noch jeder Tag, da ich dich sah
Noch jeder Tag, da ich dich sah, / Hat mir ein goldnes Lied gebracht. … -
Nun ziehen herauf die Sterne all'
Nun ziehen herauf die Sterne all', / Im Thale läuten die Glocken; … -
O könnt' ich segnend meine Hand -
O könnt' ich segnend meine Hand / Dir auf die blasse Stirne legen, … -
O sage nicht, du hast mich nie geliebt
O sage nicht, du hast mich nie geliebt! / Dein Herz spricht anders und des Auges Scheue. … -
Ob du mich je geliebt, ich weiß es nicht
Ob du mich je geliebt, ich weiß es nicht, / Ob Lästerzungen deine Gunst mir stahlen, … -
Sie sagten oft, du seiest streng und kalt
Sie sagten oft, du seiest streng und kalt / Und deine junge Seele zugeschlossen … -
So sollen sich die Wege scheiden
So sollen sich die Wege scheiden / Von heute an auf immerdar. … -
Traumgedanken
Traumgedanken, Sturmesbeute, / Schweifend sonst so weit und wild, … -
Verschneite Wege
Flocken fallen über Nacht tief und weit und breit, / Daß die Weg' und Straßen all' morgen sind verschneit. … -
Verschollenes Glück
Ich weiß ein Märchen, daß ein Wandrer kam / Zum Waldesgrund, da läutet' es wie Glocken, … -
Verschwiegene Sorge
Schöner wirst du jetzt mit jeden Tage, / Und die Lockenhärchen an der Stirne … -
Was ist Vergangenheit?
Was ist Vergangenheit? / Nur eine einz'ge Nacht aus vielen Nächten. … -
Weißt du noch - in Maienmonden
Weißt du noch - in Maienmonden, / Als wir gingen unter Birken? … -
Wenn über Nacht dir eine Thräne kommt
Wenn über Nacht dir eine Thräne kommt, / Dann denke mein; … -
Wer mag der Liebe Dauer wohl ermessen
Wer mag der Liebe Dauer wohl ermessen, / Die einmal in der Brust gepocht? … -
Wie kommt's, daß meine Freunde
Wie kommt's, daß meine Freunde auf den Gassen / Mich heimlich spottend einen Träumer schelten? … -
Wie schön ist doch die Straße
Wie schön ist doch die Straße, wo du wohnest! / Sind's wüste Höhlen auch und Trödelbuden, … -
Wieder naht in meinen Träumen
Wieder naht in meinen Träumen / Deine rührende Gestalt. … -
Wo deinen Namen ich noch hörte nennen
Wo deinen Namen ich noch hörte nennen, / Hat Ehrfurcht ihn umschlungen … -
Zwar, ich bin glücklich; dir dank' ich es nicht
Zwar, ich bin glücklich; dir dank' ich es nicht, / Mahnendes , trauerndes Traumgesicht. … -
Zweifel des Glücks
Warum so zagend in der Seligkeit, / Du stürmisch Herz, als wenn ein Schicksal käme, …