Francesco Petrarca
Petrarca, Ausschnitt eines Freskos von Andrea di Bartolo di Bargilla (um 1450)
Francesco Petrarca (oft nur Petrarca, selten Petrarch; * 20. Juli 1304 in Arezzo; † 18. Juli 1374 in Arquà Petrarca) war ein italienischer Dichter und Geschichtsschreiber. Er gilt als Mitbegründer des Humanismus und zusammen mit Dante Alighieri und Boccaccio als einer der wichtigsten Vertreter der frühen italienischen Literatur.
Poems (42)
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Sonett 1
Ihr, die in manchem Lied mich höret klagen, / Die Seufzer hört, die einst mein Herz genähret, … -
Sonett 104
Zum Krieg zu schwach, kann ich nicht Frieden finden, / Ich fürcht’ und hoffe, frier’ und glüh’ im Brande, … -
Sonett 113
Wär’ ich, wo Phöbus Blum’ und Gras verzehret, / Wär’ ich, wo vor ihm Eis und Schnee zerfließen, … -
Sonett 115
Wenn mit zwey glüh’nden Spornen mich der Wille, / Und streng mit einem harten Zaum regieret, … -
Sonett 12
Wenn sie erscheinet unter andern Schönen, / Und Amors Huld im schönen Antlitz zeiget, … -
Sonett 125
Wohin sich nur mein müdes Auge kehret, / Getrieben von der Sehnsucht Allgewalt, … -
Sonett 127
Amor und ich, wir sehn mit süßem Grauen / Nach ihr, als solche, die ein Wunder sehen; … -
Sonett 131
Es schweigen Erd’ und Himmel und die Winde, / Das Wild, die Vögel sind vom Schlaf gebunden, … -
Sonett 132
Wenn sie so sittig und mit sanftem Schritte / Den zarten Fuß bewegt durch frische Wiesen, … -
Sonett 134
Wenn ihre Augen sich zur Erde neigen, / Wenn ihrer Sehnsucht Füll’ in Amors Händen … -
Sonett 137
Schon oftmals hat ihr freundlich holdes Wesen / Der treuen Liebe hohen Muth gegeben, … -
Sonett 138
Mich faßten heftig Amors schöne Arme / Zu grauser Quaal — und wenn ich mich beschwere, … -
Sonett 146
Ist manchmal, um mir ihren Zorn zu zeigen, / So stolz und kalt der holden Feindinn Blick, … -
Sonett 15
Ein Thränenstrom floß von den Augenlieden, / Und Seufzer schwellten meine Brust empor, … -
Sonett 17
Viel Thiere, die dem starken Auge trauen, / Sind nur zu beugen von der Sonne Blicke, … -
Sonett 183
Des Morgens Lieder und der Vögel Klagen / Läßt Echo früh im Thale wiederhallen, … -
Sonett 187
Wenn Phöbus taucht ins Meer den goldnen Wagen, / In Nacht die Luft und meinen Geist zu hüllen, … -
Sonett 19
Mich zu erlösen aus des Krieges Grauen, / Den ich geführt mit deiner Augen Pracht, … -
Sonett 193
Einst sang, jetzt klag ich — aber ich gewinne / In Klagen jetzt, wie einst in den Gesängen. … -
Sonett 198
O kleine Kammer, einst ein sichrer Hafen, / Wenn mir am Tag gestürmt des Lebens Welle, … -
Sonett 203
Der Herrscher, den nicht hemmt in seinen Siegen / Verbergen, wehren, oder eilig fliehen, … -
Sonett 211
Wie bangt mein Geist, wenn er des Tags gedenket, / Wo Lauren ich verließ in ernstem Sinnen, … -
Sonett 212
Entfernet pflegte sie mir Trost zu bringen, / Denn träumend sah ich himmlische Gesichte — … -
Sonett 213
O unglücksvolIes, schreckliches Gesicht! / So soll denn vor der Zeit das Licht verschwinden, … -
Sonett 223
Ihr Frau’n, die ihr nach hohem Rufe ringet, / Den Sinn und Kraft und Herzensadel gründet, … -
Sonett 234
Ihr Augen, unsre Sonn’ ist nun verschwunden, / Doch nein, sie stieg, sie glänzt an Himmelshöhen, … -
Sonett 250
Dort wohnt sie, seufz’ ich, seh’ ich nun Auroren / Die Rosenstirne neigen zu den Fluthen, … -
Sonett 251
Die Augen, die ich stets so heiß erhoben, / Der Fuß, das Angesicht, der Arm, die Hand, … -
Sonett 272
Die Zeit entfloh, wo in der Flammen Nagen / Die Freud’ um mich den sanften Arm geschlungen; … -
Sonett 28
Oft wandl’ ich einsam am verlaßnen Strande / Mit düsterm Grübeln, trägen Schritt’s einher. … -
Sonett 283
Der Duft, der Schatten und das kühle Wehen / Des holden Laurus, der dem müden Leben … -
Sonett 284
Der letzte von den wen’gen frohen Tagen, / Die in dem kurzen Leben ich genossen, … -
Sonett 285
O Tag, o Stund’, o letzter Augenblick! / Grausame Sterne, mir zum Leid verbündet! … -
Sonett 299
Denk’ ich an ihn, der jetzt den Himmel ehret, / Den holden Blick, des goldnen Hauptes Neigen, … -
Sonett 304
Die schönsten Augen und das himmlischhelle / Glanzvolle Antlitz, und der Haare Wogen, … -
Sonett 306
So oft umweht des müden Schläfers Bette / Laura, der heil’ge Schatten, daß ichs wage … -
Sonett 316
Auf, Amor! deine Hände mir zu reichen, / Laß neu den müden Geist zum Himmel schweben, … -
Sonett 56
Zum alten Kerker hat mich neu geführet / Amor, mit der Verheißung Schmeichellaut, … -
Sonett 69
Das goldne Haar, gelößt den sanften Winden, / Ward neu gelockt in tausend süße Wogen, … -
Sonett 81
Als Cäsar einst aus des Verräthers Hand / Des großen Feind’s geehrtes Haupt empfangen, … -
Sonett 86
Weh mir, den Amors harter Angriff findet. / Bey Tag und Nacht zu mehr als tausend Mahlen — … -
Sonett 87
Von Amorn zum gewohnten Ort gekehret, / Stand ich wie einer, der gefaßt zum Streiten, …