Sonett 183

by Francesco Petrarca

Des Morgens Lieder und der Vögel Klagen      Läßt Echo früh im Thale wiederhallen,      Der Murmelton von flüssigen Krystallen      Wird durch beblümte Ufer fortgetragen.

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Den Arm zum Abschied um den Hals geschlagen

     Dem greisen Gatten, der ihr nur gefallen,      Erweckt mich Sie, die goldne Haar’ umwallen,      Um neu zu lieben und um neu zu klagen. So wach’ ich auf und grüß’ Aurorens Flammen,

10
     Die Sonne, die ihr folgt, und mehr noch jene,

     An der die ew’gen Gluthen sich entzünden. Einst sah ich beyde Sonnen sich zusammen      Erheben — jene hieß der Sterne Schöne,      Doch diese hieß die andre selbst veschwinden.

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