Die weiße Frau

by Julius Grosse

Die weiße Frau ist mir erschienen
Im wachen Traume geisterklar;
Dein Lächeln war's und deine Mienen,
Dein Frühlingskleidchen und dein Haar.

Zum Sterben soll es Dem bald läuten,
Dem solches Zeichen sich enthüllt.
Umsonst; wozu aus Träumen deuten,
Was schon im Leben ist erfüllt?

Seit dich der Morgen hat geboren,
War's im voraus um mich geschehn:
In dir all ist mein Sein verloren,
Ich weiß kein andres Untergehn. (S. 11)
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