Es kommt der Tag, ich seh' ihn ferne leuchten
Da du als Freundin trittst zu meinem Herd,
Da alles Leid, das uns die Zeit beschert,
In Thränen schmilzt, in wonnefeuchten.
Es kommt der Tag, es kommt die goldne Stunde,
Da du mein Weib umarmst mit Schwesterblick,
Da du dich neidlos freust an meinem Glück,
Die Kleinen hebst zu deinem Munde.
Als guten Genius sollen sie dich ehren,
Die meiner Jugend Sommersonne war.
Noch steht in meiner Seele dein Altar,
Noch rauscht's herauf aus jenen Meeren.
Dann wird erzählt dereinst an Winterfeuern
Gebeugten Nackens und das Haupt beschneit
Von jener Jugend Zauberherrlichkeit,
Und Enkel werden sie erneuern.