Georg Scherer
1828–1909
Poems (28)
- (Beethoven Op. 90, Rondo)Die Wolken versanken
- AbschiedWir schieden stumm; nur einmal hat
- Dein Mündchen ist ein kleines RosenbeetDas immerfort in voller Blüte steht.
- Der erste ReifDu musterst, hold zu mir geneigt,
- Die BlumeDie Sonne ist hinabgesunken,
- Die Stunde sei gesegnet!In Zeit und Ewigkeit,
- Du schläfst, und die goldenen TräumeDie gehn bei dir ein und aus;
- Es wirft das Meer, vom Sturm erregtDir seine Muschel an den Strand;
- Gedenk' ich dein zur StundeDu, die ich längst verlor,
- Ich seh' deine Lippen blühenIch fühl' deines Atems Wehn,
- Jenes Lied der liebedurchglühten Sappho:"Gleich den sel'gen Göttern ist Der zu achten,
- Komm!Der Mond bestrahlt die Mauern
- Laß mir im Aug' die Thräne beben!Sie ward ja nicht aus Schmerz geweint.
- LiedeszauberIch weiß, ihr längstverklungnen Lieder,
- Mein!Nun mir dein Herz gestanden,
- NachtreiseDort sinkt hinab der Frühlingsabend,
- O laß den schönen Traum mich träumenDer einmal nur auf dieser Welt,
- O Lust, zur Seite dir zu sitzenVon göttlicher Musik umrauscht!
- So nahst du mir noch einmal wiederO Liebe, die du mir genaht,
- Sonette vom Tegernsee1.
- Tief dein Bild im Herzen geh' ichEinsam hin durch Flur und Wald,
- UnwandelbarDaß dich, du Einzige, mein Herz erkoren,
- Venetianische Nächte1.
- Voll strahlender Schönheit wandelst duIn der Jungfrau'n blühendem Reigen,
- Was auch die andern von dir habenUnd wie sie sich zu jeder Frist
- Was ist es nur, daß ich so gerneMag deiner Stimme Zauber lauschen
- Wer, heilige Liebe, deinen Kelch getrunkenUnd süßberauscht, ein überseliger Mann,
- Wie auf des Ganges heil'gem GrundeDie Lotosblume wächst und ringt