O Lust, zur Seite dir zu sitzen

by Georg Scherer

Von göttlicher Musik umrauscht!
Zu sehn, wie deine Augen blitzen,
Tief atmend deine Seele lauscht,

Wenn nach dem Takt dein Haupt sich schmieget,
Und auf der Töne gold'ner Flut,
Dir selbst entrückt, dein Geist sich wieget,
Hold, wie ein Schwan auf Wogen ruht.

Du neigst dich, hauchst verlor'ne Worte,
Und, Seele ganz, blickst du mich an -
Ein Blick, ach! der mir weit die Pforte
Ins Land der Wunder aufgethan. (S. 151)
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