Voll strahlender Schönheit wandelst du

by Georg Scherer (1828–1909) · 1894 German

In der Jungfrau'n blühendem Reigen,
Und alle Blicke fliegen dir zu;
Du aber lächelst in seliger Ruh',
Wie nur den Göttern sie eigen.

Vor dir zunichte wird Wunsch und Begier,
Selbst Amor mußt' es erfahren:
Du trägst als leuchtende Siegeszier
Den gold'nen Pfeil, den er sandte nach dir,
Noch heut in den duftigen Haaren. (S. 146)
_____

More poems by Georg Scherer

  • (Beethoven Op. 90, Rondo)

    (Beethoven Op. 90, Rondo)
    Die Wolken versanken
    Dem fernen Westen zu; …
  • Abschied

    Wir schieden stumm; nur einmal hat
    Nach mir sich noch dein Haupt gewandt,
    Hat mir dein Aug' an Mundes Statt …
  • Dein Mündchen ist ein kleines Rosenbeet

    Dein Mündchen ist ein kleines Rosenbeet,
    Das immerfort in voller Blüte steht.
    Zur Rosenzeit nun laß mich Rosen pflücken, …
  • Der erste Reif

    Du musterst, hold zu mir geneigt,
    So seltsam lächelnd Haupt und Bart;
    Du schelmisch Kind, hast du vielleicht …

All poems by Georg Scherer →