Felix Grafe
Felix Grafe (* 9. Juli 1888 in Humpolec, Böhmen; † 18. Dezember 1942 in Wien; eigentlich Felix Löwy) war ein österreichischer Lyriker und Übersetzer.
Poems (39)
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Abend am Fenster
Hab ich genossen / das Wunder der Zeit? … -
Alles Sein ist dunkel
Alles Sein ist dunkel, / Gott allein ist klar. … -
Am Abend aller Zeit
Gott, laß, die ich liebe, laß sie nicht elend werden, / Mutter, Vater, Geschwister und Freunde meiner Zeit, … -
Am Morgen der Liebe
Ein Taubenpaar entschwirrt der goldnen Frühe, / Es lockt ins Licht ihr liebestrunkner Flug. … -
Da trank ich - wie drängte den Lippen sich's zu
Da trank ich - wie drängte den Lippen sich's zu / den lieblichsten Rausch und es ließ mir nicht Ruh, … -
Das ist der Weg, den man nur einmal geht.
Das ist der Weg, den man nur einmal geht. / Feldblumen wachsen meinem Schritt entlang. … -
Das Lied
Oh Abend, wo im halberloschenen Brand / und heitrer sich die hyazinthene Wiese dehnt! … -
Das war ein seltsam Leben
Das war ein seltsam Leben, / darin mein Schritt mich führt. … -
Der Liebende schreibt
Heilig geheimes Gesicht! / Runen, der schweigenden Stirne eingegraben! … -
Die Liebende spricht
O bunte Lippen zärtlicher als Flöten, / Herabgebogen wie Gebüsch zur Winterszeit! … -
Die Wiese liegt golden geschmückt
Die Wiese liegt golden geschmückt, / die Schwalben, die Lerchen sind wach. … -
Ein Gleichnis von der Liebe
Vorbei am letzten Haus und erstarrten Wiesen, / wer weiß es, weiß, wie weit mich führte mein Schritt! … -
Ende
Und über allen Stunden / entrauscht das Lied der Zeit, … -
Es war ein großer Dichter
Es war ein großer Dichter, / sein Herz war hell und heiß - … -
Ich bin vom großen Stamm der Götter
Ich bin vom großen Stamm der Götter, / ich bin der höchste, euer Gott. … -
Ich hab im Traum geschrieben
Ich hab im Traum geschrieben, / die Nacht war hell und heiß. … -
Ich war einmal ein Zinnsoldat
Ich war einmal ein Zinnsoldat / im heißen Afrika - … -
Im roten Abend ging mein später Schritt
Im roten Abend ging mein später Schritt, / von ferne kreischten noch die Gassenhauer … -
Nacht im Garten
Schön ist es wohl, / wenn über dem blühenden Dill … -
Naenie
Wie der Jahre bekränzte Fülle das Auge mir blendet! / wie schon trägt mir die Hand leichter das harte Gewicht. … -
Nein, ich vergaß nicht den Tag, ich vergaß nicht die atmende Stunde
Nein, ich vergaß nicht den Tag, ich vergaß nicht die atmende Stunde, / rollten auch Jahre dahin, ewig noch blutet das Herz. … -
Nun ist es Zeit - tritt ein - sieh, es ist Zeit -
Nun ist es Zeit - tritt ein - sieh, es ist Zeit - / oh, werde wach und reich mir deine Hände, … -
Nun will der Herbst mit welken Blättern
Nun will der Herbst mit welken Blättern / mir meine blasse Stirne kränzen, … -
Nun, Herz, sei stark, und lern vorübergehn -
Nun, Herz, sei stark, und lern vorübergehn - / es ist dir nicht bestimmt, in diesem Kreise … -
Patrouille I
Oh, wie vergeß ich dies je, den fernen Ruf der Patrouille, / und dein betrachtendes Antlitz, schweigsam und redend zugleich, … -
Patrouille II
Siehe, die einzige Form, hingleitend in wandernden Tagen / läßt dich den Weg nicht erschaun, himmlisch und ewig erneut. … -
Patrouille III
Und so vergaß ich es doch - oh dürfte ich ganz es vergessen / aber lebendiger rührt stündlich den Träumer der Traum. … -
Ruit Hora
Wenn ihr späte Rosen findet, / Bindet, Kinder, sie zum Strauß. … -
Sie grüßte ihn, indem sie leise nickte
Sie grüßte ihn, indem sie leise nickte / und trat mit ihrem Krug zum Brunnenrand. … -
So gehst du abends durch das Tor
So gehst du abends durch das Tor, / wenn schon vor Nacht die Sonne sinkt, … -
So kam es, sieh: daß sich kein Weg mehr weist
So kam es, sieh: daß sich kein Weg mehr weist, / daß ich nun um verlorne Gärten klage - … -
Spaziergang auf der Bernina
Erkennen wir, von Zweifel frei und Reue: / Gott gab uns dies: zu schweigen und zu reden. … -
Tiefe Nacht legt mir im Schlafe
Tiefe Nacht legt mir im Schlafe / kühle Lippen an die Scheiben, … -
Und ich weiß: auch dies muß enden
Und ich weiß: auch dies muß enden / dunkler Nächte Glut und Kuß, … -
Und nun steigt der Tag die Treppe
Und nun steigt der Tag die Treppe / in den kühlen Brunnenschacht - … -
War es ein Traum, war's Wahrheit, diese Zeit?
War es ein Traum, war's Wahrheit, diese Zeit? / Doch wie mir alles dies das Herz verbrannte … -
Winter will den Wald verwehn
Winter will den Wald verwehn, / Weg und weiße Wiesen … -
Wundervoll gestirntes Schweigen
Wundervoll gestirntes Schweigen / atmet süß in meine Ruh - … -
Über meine Schläfen gleiten
Über meine Schläfen gleiten / Atemzüge erster Nacht. …