Ernst Schulze
1789–1817
Ernst Conrad Friedrich Schulze (* 22. März 1789 in Celle; † 29. Juni 1817 ebenda) war ein deutscher Dichter der Romantik.
Poems (30)
# 29
- 10.Bringst du vielleicht, was jetzt du mir sangst in traulicher Stille,
- 11.Liebchen, o komm zum ländlichen Fest, das ich heute bereitet,
- 12.Laulich schlüpfte der West durch des Harzwalds schauriges Dunkel,
- 13.Feindlich schaust du und finster hinweg, muthwilliges Liebchen,
- 14.Scheiden müssen wir schon - komm, gieb mir der düsteren Trennung
- 15.Liebchen, ich traue dir nicht, und wenn reizender noch dir die Aeuglein
- 16.Fernher schallt durch die schweigende Nacht des rauschenden Tanzes
- 17.Der Jüngling.
- 18.O wie vereinet sich Scherz mit Ernst bei meiner Geliebten,
- 19.Komm, nach Arkadien wollen wir ziehn, in's blühende Tempe,
- 20.Heimliche Laube des Glücks, dichtgrünendes Blättergewebe,
- 21.Tauche hervor aus dem dichten Gewölk, bleichschimmerndes Mondlicht,
- 22.Einsam stieg ich empor auf des Harzwalds steilerem Bergpfad,
- 23.Graunvoll saust durch den gellenden Forst hintobend der Sturmwind,
- 24.Als wir uns Blumen suchten im Hain, wildrankendes Geisblatt,
- 25.Ach, kein flüchtiges Wort, kein traulicher Blick der Geliebten
- 26.Schwärmen will ich und tändeln mit dir; o kränze mir, Liebchen,
- 27.Seidenes Bett, bald hegst du den reizenden Leib der Geliebten,
- 28.Sympathieengewalt verlachst du und der Berührung
- 29.Ach, wer löset das Räthsel mir wohl der bangen Erwartung,
- 30.Liebchen, ich rathe dir jetzt Verderbliches meinen Genüssen,
- 31.Ach, mir schmerzet die Stirn, so sprachst du und wandtest den Blick ab,
- 32.Horch, es ertönte der Park von des Volksschwarms dumpfem Gemurmel,
- 33.Geht, Elegien, des beweglichen Leichtsinns süße Gespielen,
- 5.Liebchen, du schwebst jetzt fröhlich dahin im glänzenden Saale,
- 6.Liebchen, wie hast du geruht nach der Lust des rauschenden Tanzes?
- 7.Hast du noch nimmer geliebt, so geh und liebe noch heute!
- 8.Amor, himmelgeborener, komm, nicht jener, der sinnlos
- 9.Liebchen, wie leben wir doch so wundersam? Sind wir denn wirklich