Jacob Schwieger
Jacob Schwieger (* 1629? in Altona; † ca. Dezember 1663? in Glückstadt) war ein norddeutscher Lyriker und Schäferdichter der Barockzeit.
Poems (105)
-
Als er ihr den im Schertz entwendeten Fingerhuht wider-gab
Stek widerrüm mit Lust an deiner Finger-Schne / den schönen Silber-Huht/ du Bild der edlen Tugend! … -
Als er ihr ein Buch schenkete
Nim dises Buch von mihr o Bluhme der Jungfrauen / ein Zeichen sol es sein daß ich dein Diener bin … -
Als er ihr sein Bildnuß schikkete
Weil du lebendig mich itzunder nicht kanst sehen / so bitt ich daß du wolst nach Basiletten gehen … -
Als er jhr das Buch seiner Liebe-Grillen einhändigte
Nim hin o keüsches Hertz diß kleine Buch von mihr / es ist von schlechtem Schmuk/ wenn Ich ein mehres schreibe … -
Als er jhr ein Buch schenkkete
Hier hastu schau doch hehr o schönest Adelmuht / ein kleines Büchelein: Darinne wird beschrieben … -
Als er jhr etliche Lieder schenkkete
Adelmuht mein Rosen Hertz nim doch dise Lieder hinn / die Ich schon vor langer Zeit dihr mein Hertzen Ich versprochen: … -
Als er mit ihr biß an den Morgen wachete
Des Nachts so fält ein Tau/ der Laub und Graß erfrischet / mihr der ich bin geleich wie Laub und dürres Graß … -
Als er nicht bey Ihr sein könte
Wiewol ich muß allhie mit Archiatnen weiden / die kraußen Schäfelein: kommt mihrs doch weinig freüden … -
Als er von aussen ihr Hauß ansehen müste
Muß Ich von aussen schon dein schönes Hauß ansehen / so wil ich doch/ mein Kind! so lang zu friden sein … -
Als ihm Adelmuht ihr Bildnuß zugeschikkt
Dein Conterfeit hab' ich/ mein Sehlchen! zwar empfangen / doch hilft es mihr nicht viel und stilt nicht mein Verlangen … -
Als Sie ihm einen Krantz schikkete
Der Krantz ist mihr sehr lieb den du mihr zugeschikket; / zur wil-komst hab' ich Ihn wol tausendmahl geküst. … -
Als Sie ihm einen Seidenen Band schenkte
Was sol doch dises Band/ o wehrtes Bild der Jugend / was sol doch dises Band/ ach sag es mihr mein Licht! … -
Als Sie jhm ins Gesicht schlug
Mit Schlägen macht man sich in Wahrheit keine Lieben / denn du/ mein wehrtes du/ du meine Flamm' und Licht! … -
An Adelmuht über seinen Traum
Das war ja Süßigkeit daß Ich o schönste Zihr / krigt einen süssen Kuß zu Nacht im Traum von dihr. … -
An Basiletten
Du hast mihr Basilette ertheilet ein Versprechen / daß du verschaffen wilst daß Adelmuht mein Hertz … -
An die Treü-lose
Ist den nuhn wiederüm dein Hertz in Eiß verwandelt / O Adelmuht mein Licht! wie? liebstu mich nicht mehr? … -
An eben selbige
Nun ist dein Siegreich hinn/ sein Leben ist erstorben / sein frischer Leib ist schwach/ sein Angesicht verdorben: … -
An seine Göttin
Es war mihr angenehm/ als Ich dich erst ersahe / o Adelmuht mein Licht! noch lieber wird es sein … -
Das erste Zehen Zeiget an die grosse und getreue Liebe des edlen Siegreichs
1. / Ach daß ich Armer möchte haben … -
Der angezündete
Die Fakkel wenn man Sie nur erstlich angezündet / so flammt sie tapfer fort sie läst sich nicht so leicht … -
Der Durstleidende
Dem Tantalus bin Ich in Wahrheit zuvergleichen / dieweil ich in dem Fluß/ ach! deiner Liebe steh … -
Der Eid wird sich rechen
Wer hätte je gedacht daß du den teüren Eid / den du mihr hast getahn/ so balde soltest brechen. … -
Der Freigebige
Als Adelmuht eins schlif' hab' ich mihr unternommen / zu rauben einen Kuß von jhrem Purpur-Mund' … -
Der Fröliche
Nun sag' ich gar gewiß: Der hat das beste Leben / wer liebt und Gegen-lieb' ohn Haß und Zank geneüst; … -
Der Getreüe
Ich bin von Flandern nicht der mit gequählten Sinnen / wol tausend Nimfen sucht und lechtzet sich damit: … -
Der Honig-Korb
Die Biene wan sie hat ein Honig-Naß empfangen / aus Nelken/ Lilien und schönen Röselein … -
Der Tröstende
Ob schon das grüne Graß das Laub der Bäume schwindet / wen Hyems schläget auff sein Zältlein bey uns hihr? … -
Der Verbrante
Wer Gluht und Feür angreift der kan sich leichtlich brennen / und kommen bald in Noht/ wie? ist nicht dises wahr? … -
Die beste Kuhr seines Hertzens
Der Rosen-Sirup stärckt ein schwach- und krankkes Hertze / er nimt das Zittern hin und macht die Glieder froh … -
Die Nacht ist mein Tag
Die Nacht/ die schwartze Nacht/ ist meine Lust und Freüde / Sie ist mein Hoffnungs Port/ der ich mein Elend klag … -
Die Uhrsach seiner Schmertzen
Wann Ich o Adelmuht betrachte mit Verlangen / den mehr als güldnen Schmuk/ den Zihraht deiner Wangen … -
Ein ander
Ich wil/ ich mag/ ich kan/ den Mund/ die Brust nicht küssen / Sie wil/ ich sol/ ich muß/ den Mund/ die Brust genissen. (S. 47) … -
Er begehret einen Kuß
So bald ich dich/ mein Kind/ vor meinen Augen seh / verwandelt sich mein Hertz und wil schier gantz zerspringen … -
Er beschreibt seine Liebe
Ich muß o Adelmuht dihr ohne Falschheit sagen / daß meine Liebes Gluht von dihr ist schwer zu tragen: … -
Er entschläget sich ihrer
Ich mag Sie nicht mehr sehn weil Sie von Flandern ist / und gantz ohn unterscheid fast alle Schäfer küst. (S. 47) … -
Er entschläget sich jhrer
Fahr hin/ o Adelmuht/ du stoltze Mensch-Göttinn / in deinem stoltzen Muht und aufgeblaßnem Sinn! … -
Er erkläret seine Liebe
Ich fühl' ein ander Feür in meinem jungen Hertzen / Ich fühl' o falsche Nimf! ein solches Feür in mihr … -
Er ist behertzt
Verbirge Schönste mich in deinem Kämmerlein / Ich wil mich ungescheüt zu dihr ins Bette legen … -
Er ist bereit zu sterben
Des Lebens zartes Seil kan ja sobald vergehen / als eine Purpur-Bluhm die itzund steht und blüht … -
Er ist getreü
Er ist getreü / Was meinstu Adelmuht daß Ich nicht treü im Liben … -
Er ist verschwiegen
Ich bin/ mein Hertzen-Kind! mit nichten zuvergleichen / dem/ so der Elster gleicht/ der alles was er weiß … -
Er ist voll Honig
Neülich war Ich auf das Feld wo die Liebe wohnet kommen / da hab' ich ein Honig-süß aus den Liebes Bluhmen nommen … -
Er liebet Gott und eine reine Jungfrau
Wer rühmt die Pärlen nicht/ wer liebet nicht Korallen / und preist den Deamant/ wer sucht nicht Gold und Geld? … -
Er offenbahret sein Hertz
Ach! vor disem hab' ich offt von der Liebe-Lust gesungen / da ich doch gantz nicht gewust was derselben Wirkung sey … -
Er saget ihr guhte Nacht
Adelmuht ach guhte Nacht/ weil du voller Schlangen-List / wirst du meinem keüschen Sinn/ auch du noch so lieblich bist … -
Er sehnet sich
Ach Adelmuht möcht' ich nur einmahl wieder-sehen / dein helles Angesicht/ das mihr so manchen Blikk … -
Er verlanget nach ihr
Ach möcht' ich dich/ mein Kind! auf disen Wisen haben / so wolt' ich Adelmuht üm-armen deinen Leib … -
Er verschwindet
Der Mensch der sich mag stets bei seiner Liebe finden / und geben Kuß üm Kuß ist trefflich wol daran … -
Geschenke wirken Gunst
Bitt' Ich ein Mägdelein noch klein und jung von Jahren / üm einen Kuß/ alßdan/ so spricht es balde: nein! … -
I. Als er verreisen wolte
1. / Nun muß Ich fort … -
I. Er fordert jhre Rose
1. / Lieben und geliebet werden … -
Ihre Stimm ist kräfftig
Der braune Nachtigal wen er sein Kölchen reget / im dik-belaubten Busch/ beim Risel-Kisel-bach … -
Ihrer Lippen Safft ist kräfftig
Gleich wie der Aland-Wein ist trefflich guht den Augen / wan man jhn offtmahls trinkt mein Hertzen Adelmuht! … -
II. Er lobet Sie als er die Alster zum erstenmahl besuchte
1. / Alster die du lieblich fleüst … -
II. Er suchet jhre Liebe
1. / Adelmuht du Preiß der Jugend … -
II. Sie verwundet/ und verbindet
1. / Wiltu den nicht einmahl laben … -
III. Bey seiner Zurükkunfft
1. / Adelmuht ach sei gegrüßet … -
III. Er lobet Sie
1. / Wohin sol ich die Sinnen wenden … -
III. Sein Verlangen wirket den Tod
1. / Nuhn ist mihr alle Lust benommen … -
IV. An die mehr als Rosen-schöne Adelmuht
1. / Quäll' und Fluß der güldnen Tugend … -
IV. Der Honig-volle Siegreich
1. / Adelmuht mein Sonnen-schein … -
IV. Er begehret jhre Brüste
1. / Ach Adelmuht du Rose … -
IX. Er verheisset jhr seine Liebe
1. / Ist denn dein Hertz von Stahl und Eisen … -
IX. Nacht-Lied
1. / Jtzund da fast alle Welt … -
Kling-Gedicht
Jtzt sag' ich daß mein Hertz nie einen solchen Stoß / erlitten/ wie er jtzt von deinen Rosen-Wangen … -
Noch an Sie
Was wegerstu dich denn mihr einen Kuß zu geben / es ist ja keine Schand'/ o außerwehltes Licht! … -
Sein Abschied
Weh mihr! mihr armen Mann/ weh mihr ich muß vergehen / weil Adelmuht ihr Licht mihr nicht vergönnen wil! … -
Sein Wunsch
Adelmuht/ Adelmuht Pärle der Jugend / Bluhme der Schönen und Insel der Tugend! … -
Seine Bitte
Hält nicht ein jedes Tihr sich stets zu seines gleichen / der Täuber liebet sehr sein liebes Täubelein … -
Seine Frage
Wan komt der süsse Tag da du mich eins wilst lieben / o Adelmuht mein Licht und meines Hertzens-all! … -
Seine Freüde
Das ist die beste Lust wan Liebe wird belohnet / mit keüscher Gegen-Lieb'/ ach der ist wol daran … -
Seine Hoffnung
Ein Berg der bleibt wol stehn und kan nicht förder reifen / alsda er ist gesetzt von GOtt dem HErren hinn; … -
Seine neüe Liebe
Nun Charitil/ ade! Ich kan dich nicht mehr lieben / weil mich ein ander Licht jtzund gefangen hält … -
Seine Seüftzer
Ach möcht' ich doch itzund hie meine Schöne haben / so wolt' ich meine Sehl mit einem Kraft Kuß laben. … -
Seines Hertzens- Wunsch-Versprechen- und Warnungs Rede
Ach möcht' ich doch mein Kind von deinem rohten Munde / Der über-zukkert ist/ empfangen einen Kuß! … -
Sie ist getreü
Derselbe lebt vergnügt der sich nicht hat verbunden / mit einer solchen Dirn/ die Gunst im Munde trägt … -
Sie ist Schön
Gleich wie das Sonnen-Licht mit seinem Glantz und prangen / bestrahlet über-all diß gantze Rund der Welt; … -
Sie ist sein Pohl
Du bist mein lichter Pohl der mich zur Liebe führet / ach Adelmuht mein Kind! du leitest mich allein … -
Sie ist unbeständig
Jtzt blüht der Rosen-stok in an-nehmster Gluht / eh man es aber meint ist dessen Schmuk verlohren. … -
Sie ist unempfindlich
Ein Felsen-harter Stein wird endlich von dem Regen / noch weich und durch-gebohrt; Ach aber! meine Pein … -
Sie kan heilen
Gleich wie das Aqua Vit' ein mattes Hertz kan laben / wens offt vor Angst und Noht nicht weiß woraus noch ein? … -
Sie kränket und erquikket
Das Land gantz außgezehrt von heissen Sonnen Strahlen / ligt wüst und bringet nichts von Graß und Korn herfür … -
Sie machet lebendig
Kont' Esculapius durch zugerichte Sachen / durch seiner Kräuter-Kunst/ ach Adelmuht mein Licht! … -
Uber derselben Bildnuß
Hie siht man Adelmuht gebildet nach dem Leben / Sie trägt kein eintzigs Glid das mihr nicht Lust kan geben … -
Uber die empfangene Küsse
Die Last die Ich mihr selbst zu Nacht hab' aufgeladen / die war zwar süß als Ich Sie anfangs auf mich nam … -
Uber ein Gedicht
Geehrte was Ihr hie vor eüren Augen sehet / komt mit dem/ was ihr von mihr habet/ überein. … -
Uber einen Binde-Brief
Diß ist es so deiner Hochadelen Zihr / die Musen verehren. Nim Schöne von mihr … -
Uber jhre Worte
Du sprichst ich bin und bleib des Herren Dienerinn / so wol des Nachts als Tags. O wehrte Schäferinn! … -
V. Adelmuht kan jhm helffen
1. / Adelmuht mein Licht und schein … -
V. Als er nacher Norden reisen müste
1. / Ach liebste Sehle weine nicht … -
V. Er warnet Sie
1. / Hat den dein hassen noch kein Ende … -
VI. Als er weit von jhr ins Norden sich auf hielte
1. / Weil ich itzund kan deine Wangen … -
VI. Er flehet Sie üm Hülfe an
1. / Liebstes Seelchen wiltu nicht … -
VI. Er sehnet sich nach dem Bluhte jhrer Wangen
1. / Adelmuht mein Hertz und Leben … -
VII. Der Fröliche
1. / Beliebtes Sehlen Kind du Rose der Jungfrauen … -
VII. Nacht-Lied Der Flandrischen Archiatnen zu gefallen
1. / Jtzt da der Himmel schon bedekt … -
VII. Sie ist lieblich
1. / Adelmuht dein Angesicht … -
VIII. Er beklaget ihr untreü
1. / Sol ich weinen oder lachen … -
VIII. Er giebet jhr einen heimlichen Verweiß
1. / Adelmuht du Glantz der Jugend … -
VIII. Er preiset jhre Gunst
1. / Ach Adelmuht … -
X. Der Jauchtzende
1. / Lustig dieweil ich mit freüden empfangen … -
X. Der Seüfftzende
1. / Ach/ ach! wo sol ich armer immer hin … -
X. Er stirbet wegen ihrer Unbarmhertigkeit
1. / Traure mit mihr liebste Herde … -
Überschrifften
Ach merk es Adelmuht ein rohtes Röselein / muß werden abgepflükt wenß nur den Reif empfangen … -
Überschrifften Als Sie einen Alten ehlichen wolte
Ein Baum der Wurtzel-loß kan keine Früchte tragen / der Saft ist außgezehrt die Zweige sonder Zihr …