Er verschwindet

by Jacob Schwieger

Der Mensch der sich mag stets bei seiner Liebe finden
und geben Kuß üm Kuß ist trefflich wol daran/
der aber welcher muß vor Liebes Leid verschwinden
ist dürrem Schatten gleich der nicht bestehen kan.

Dem letzten gleich' ich sehr/ dem ersten muß ich weichen
ich lieb' und werde doch gehasset von dem Licht/
das mich zum Lieben treibt. Drüm bin ich auch zu gleichen
dem Schatten; schaut nur hehr! mein bin ich selber nicht. (S. 20-21)
_____

More poems by Jacob Schwieger

All poems by Jacob Schwieger →