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AUS alten Briefen steigt ein zarter Duft. / Mir ist, als ob mich deine Stimme ruft. …
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IN meines schlanken Glases bleichem Flimmer / des Weines perlend ruheloses Blitzen. Seidner Glanz …
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DEN Kräften, die sich in mir lösen wollen, / kann niemand als nur du Befreiung schenken. …
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DOCH dies ist wahr: Mensch ward ich erst durch dich. / Was in mir schlummerte, ist erst erwacht, …
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DOCH ich will meiner Leiden König sein / und meiner Schmerzen Herrscher, will mich so kastei'n, …
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NUN ward mir fremd mein eigener Schritt / in diesem grauen Schweigen. …
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IN einem Traume sah ich mich / mit einem Messer in der Brust. …
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VON einer bleichen Mondesahnung wurde / des Himmels Antlitz fast verzerrt. Was vorher …
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EIN namenloses Grauen fällt mich an. / Ich habe Furcht. Bin ich denn noch ein Mann? …
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VOLLER tönet des Meeres dumpfer Schlag. / Herz, mein Herz, heut' hast du einen Feiertag! …
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FÜR dich, für dich nur, hab ich eingesammelt, / was mich mein Leben Schönes finden ließ, …
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HEISSE Pferdeleiber dampfen, / leises Keuchen, rhythmisch Stampfen …
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NUN bist du nur ein Traum im Dämmerblau, / ein weißer Blütentraum, so still und licht. …
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IN jedem deiner Worte kann ich's lesen: / Du bist nicht mehr, nein, du bist schon gewesen! …
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WENN dieser schlummerlosen Nächte letzte käme, / und ich an einem dunklen Morgen sanft entschliefe, …
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DIE Kiefernstämme ragen steil und schwarz. / Ich liege wie in einem tiefen Schacht, …
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NICHTS ist die Liebe, nichts als jener Tod, / das große Sterben, das in jäher Glut …
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NUN kommt die Nacht und winselt wie ein Tier, / das keine Ruhestätte finden kann. …
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OFT, wenn die Abendsonne sinken will, / stehn kühle, schwarze Schatten um mich her. …
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SPRICH ein Mal nur zu mir, wie eine Liebste spricht, / und laß mich beben unter deiner Worte Klang! …
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ICH blicke rückwärts: und das alte Leid / schaut mich aus brennend heißen Augen an. …
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UND freudlos rinnen dir die Jahre / in grauem Einerlei. …
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UND hätt ich ein Mal nur dein Herz gehabt, / hätt ich es eine Stunde nur besessen, …
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UND ich will so geduldig sein, / wie nie ein Mensch es war, …
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UND meine Seele ist dir ganz vermählt. / Mit all den heißen Kräften meines Lebens, …
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UND sei geduldig! Nur noch kurze Zeit, / dann werd ich nichts als ein Erinnern sein, …
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VIEL Leute gehen morgens in die Stadt. / So grambeladen sind die, daß sie nicht …
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DURCH die Zweige weint der Wind. / Ich halte deine Hände, …