Und freudlos rinnen dir die Jahre

by Felix Hübel

in grauem Einerlei.
Kein Kranz schmückt deine braunen Haare,
dir blüht kein Mai.
Und deine Kräfte, sie sind wie verschwendet,
und deine Schönheit ist ein toter Schatz,
und du, die in die Welt gesendet,
um groß zu sein, du findest keinen Platz,
der dir geziemte, denn dein Herz ist leer.
So wird es immer dunkel um dich sein.
In langen Nächten wirst du lautlos weinen,
und nur der Tod wird dir Erlösung scheinen
von deiner Pein. (S. 12)
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