Nichts ist die Liebe, nichts als jener Tod

by Felix Hübel (1874–1922) · 1907 German

das große Sterben, das in jäher Glut
im Herbste aufflammt, gelb und purpurrot.
Lieben heißt reif sein, reif sein aber gut
zum Sterben, denn so will's der Schöpferwille.
Wenn unsre Kräfte strömend überfließen
und alle unsre Brünste sich ergießen,
sind gleich der Flamme wir, die rauschend loht
wir glühen, strahlen, flackern — und sind tot,
verzehrt von unsrer eigenen Überfülle. (S. 18)
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