Hugo Salus
Hugo Salus
Hugo Salus (* 3. August 1866 in Böhmisch-Leipa; † 4. Februar 1929 in Prag) war ein böhmischer Arzt und deutschsprachiger Schriftsteller.
Poems (69)
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Abschiedsbrief
Dies ist mein Abschiedsbrief und letzter Bote; / Sanft sei sein Schritt und mild sein Angesicht, … -
Alleesonett
O du Alle aus jungen Greisenbäumen, / Wie lieb' ich dich als stillen Zufluchtsort … -
Altmodisches Frühlingslied
Die Sonne lacht und es blitzt der Tau, / Und fröhliche Vögel schwingen … -
Am Klavier
Spiel was von Mozart! Ich liebe dich sehr: / Spiel was von Mozart! Dann lieb' ich dich mehr! … -
An blauen Frühlingstagen
Vom stolzen Glück des eignen Werts getragen, / Als brächt' ihr Blühn der Landschaft erst Gewinn, … -
Auf dem Wege nach Rom
Auf dem Wege nach Rom unter Pinien fand ich ein Mädchen - / Oder war es ein Weib? - eng einen Säugling im Arm. … -
Aus der "Novelle des Lyrikers"
Als ich nun eintrat in den Saal, / – Wie schon so manches, manches Mal – … -
Baumblüte
Der Eilzug rollt durch das blühende Elbtal. / Apfelblüte. Duft, Duft bis in den Wagen. … -
Beim Tanze
Um deine Stirn, die helle, / Wind' ich, indeß wir uns wiegen, … -
Bild
Gleichwie ein Wandersmann, der Tag war heiß, / Am Brunnen reicht das schlanke Mädchen ihm … -
Blasses Mädchenangesicht
Du blasses, schmales Mädchengesicht, / Glaub meinen schmeichelnden Worten nicht, … -
Cello
Er neigt sich tief zum Saitenspiele nieder, / Das wie ein Kind ihm sanft das Knie berührt. … -
Das letzte Geschenk
Warum er es tat, das war ihm nicht klar, / Ihm war nicht zum Denken zumute; … -
Das Liebeslied
Noch ist mir nicht das eine Lied gelungen, / Das ich dir weihen dürfte, dir allein! … -
Das Tor der Träume
In sanften Angeln geht das Tor der Träume; / Mit Fingern eines Blinden tastest du … -
Das verfolgte Mädchen
Ich fühl' ihn, ich fühl' ihn hinter mir gehn, / Ich möchte den Kopf so gern nach ihm drehn, … -
Der Alternde
Ich hatte jetzt nach liebesöder Zeit, / Die mein Gemüt verdorren ließ zur Wüste, … -
Der Ausblick
Vor unserm Fenster liegt die Stadt gebreitet, / Die Burg, die hundert Türme und ein Meer … -
Der Blick
Den sie schon ausgesandt nach mir, den Blick, / Der mir ein Glück verheißen wollt', den Blick, … -
Der ewige Fluch
Weh meinen Versen, die segnen sollten / Und fluchen müssen, … -
Der heiße Blick
"Wenn die Sonne sinkt, muß ich fort von dir!" - / - "Ach, Sonne, Sonne, bleibe noch hier!" … -
Der Liebesblick
Im Kreise deiner Freundinnen standst du, / Nicht weit von euch bei meinen Freunden ich. … -
Der Page
Der Page war schon alt genung, / Nur in der Liebe war er jung, … -
Der Pelz
Meine Muse friert im hohen Norden, / Und ein Pelzlein ist ihr Traum geworden, … -
Der Sandmann
Sie standen weinend ums Bett herum, / Aber der Sterbenden Mund war stumm, … -
Der Sommerhut
Dein Sommerhut, Liebchen, gefällt mir gut, / Es ist ein richtiger Mädchenhut, … -
Der Spruch
Sie sprach – wenn dieser tiefe Orgelton / Noch Sprache heißt-: "Sag', warum dankst du mir? … -
Der Wettlauf
Von Leben glühend in mein lichtdurchhelltes / Poetenstübchen trat mein Mädchen ein … -
Die Abende
Italia, du schöne Buhlerin, / Wie locktest du mir Herz und Glut und Sinn, … -
Die Augen der Seele
Und bist du tausend Meilen fern, / So weiß ich, du geliebte Frau, … -
Die kalten Finger
Heut hielt ich lang' die grabkühle Hand / Einer Sterbenden in der meinen: … -
Die Nackenlinie
Wenn auf einem weißen Halse / Sich ein schwarzes Lockenköpfchen … -
Die zwei Menschen
Als ich anfing zu dir zu gehen, / Schienst wenig Schritte vor mir zu stehen, … -
Die Ähren
Der Abend war selbst wie ein Wunder der Liebe, / Sie gingen umschlungen und stumm vor Liebe … -
Dolche und Küsse
In einem Hefte längst vergess'ner Lieder / Fand Anselm Poitou ein klein Gedicht; … -
Don Juan-Menuett
Tiefsinnige Mädchenklugheit! / 's ist lange her, viel lange Jahre her! … -
Elegien
I. / Nie, seit mich Schönheit beglückt und Frauenliebreiz mich fesselt, … -
Ewige Treue
Sie starb als Braut, die schmerzerstarrte Hand / Des Liebsten einmal noch zum Munde führend, … -
Ferngruß
Tag- und Nachtfahrt hinter mir, / Alpenglanz in wachen Blicken, … -
Gedächtnis
Wenn der Lenz die ersten Blumen streut, / Muß ich dein in stiller Wehmut denken: … -
Genesene Ophelia
Du klare, alabasterweiße Stirne, / Darauf der Abglanz aller Keuschheit thront, … -
Glühende Wogen
Meine Verse kommen wie rollende Wogen / Aus der brandenden Flut meiner Leidenschaft … -
Glühender Morgen
Da du mit mir dies schlichte Lager teilst, / Du heißgeliebtes, königliches Weib, … -
Heißer Kuß
Nun sich im Kusse unsre Lippen finden, / Du mir so nah und alle Welt so fern! … -
Im Lehnstuhl
Ich kann nicht dran vergessen, / Muß immer und immer dran denken, … -
Junge Witwe
Das Schicksal hat ihr zertrümmert, / Was ihr das Liebste war; … -
Konzert
Du saßest lauschend und das Lied verklang; / Doch bebte noch die Luft von seiner Macht. … -
Lauschender Pan
Hinter Bäumen versteckt lauscht Pan einem Liebespaar: / "Mädchen, wie lieb' ich dich innig, wie lieb' ich dich rein und wahr! … -
Lauscherandacht
Sprich, Liebste, sprich! Laß mich die Augen schließen, / Ich will ein Blinder sein, der klangberauscht … -
Liebchens Heimkehr
Mädchen, warst Wochen im Wald. / Nun kehrst du heim, die Gestalt … -
Liebesgeschichten
Ich weiß ein paar winzige Liebesgeschichten, / Und solche erleb' ich an jedem Tag: … -
Lied am Fenster
Wie oft find' ich mich am Fenster stehn / Und voller Sehnsucht in's Freie sehn, … -
Lied des deutschböhmischen Mädchens
Der Pawel von den Böhmischen drüben, / Ich kann mir nicht helfen, ich mag ihn nicht. … -
Mit geschlossenen Lidern
Sonst, wenn mein Herz in Liebe sich verzehrte / Und ich die Lider schloß, ihr nah zu sein, … -
Mit Rosen
In die helle Sommerfrische, / In das grünumrankte Haus … -
Nachtliedchen
Ich hätte doch heut in der Nacht, / Aus dem Traume erwacht, … -
Pan
Auf dem weichen, grünen Rasen / Lieg' ich, als ein Hirt verkleidet, … -
Rosige Wölkchen
Über den Abendhimmel sind rosige Wölkchen zerstreut, / Wie Rosen über das Tanzkleid einer Geliebten; … -
Sanfter Regen
Vom Himmel fallen müde Tropfen nieder, / Doch ist er blau, kein Wölkchen ist zu schaun: … -
Statt einer Serenade
Das ist ein Abend, wie ich keinen sah, / Ein Abend, voller Sehnsucht, voller Gnade, … -
Stille der Nacht
Die Nacht hat tausend Ohren / Und allen sage ich, … -
Tiefe Sehnsucht
Gott, mag mir der Himmel nur immer vergönnen, / Nach wem mich zu sehnen, wen lieben zu können, … -
Traumengel
Heut hat Traumkönigin die lichten / Traumenglein in die Nacht geschickt, … -
Trotz
Meine Liebe zu verschmähen / Ist dein Recht; doch mir zu wehren, … -
Vereinigung der Leiber
Nun muß ich meine Glut nicht zügeln mehr, / Nun reiß' ich dich an mich, nun hab' ich dich, … -
Vereinigung der Seelen
Zu einem Bilde von Max Švabinsky / Und wenn uns Beide alle Himmel trennen, … -
Weißer Nacken
Ein Saal voll Beethovenergriffenheit. / Ich fühl's, wie allen rings das Aug sich feuchtet, … -
Wundernacht
In den Strahlen des Monds, die zur Erde staunen, / Ist mein Gärtchen ein herrlicher Garten geworden, … -
Zwei Töne
Auf dem braunen Zweig des kahlen Baumes, / Der mein Fenster streift, sitzt nun ein Vogel …