Stefan George
1868–1933
Stefan Anton George (* 12. Juli 1868 in Büdesheim, heute Stadtteil von Bingen am Rhein; † 4. Dezember 1933 in Minusio bei Locarno) war ein deutscher Lyriker. Zunächst vor allem dem Symbolismus verpflichtet, wandte er sich nach der Jahrhundertwende vom reinen Ästhetizismus der zuvor in den Blättern für die Kunst propagierten „kunst für die kunst“ ab und wurde zum Mittelpunkt des nach ihm benannten, auf eigenen ästhetischen, philosophischen und lebensreformerischen Vorstellungen beruhenden George-Kreises.
Best-known poems
-
Fenster wo ich einst mit dir
Fenster wo ich einst mit dir
Abends in die landschaft sah
Sind nun hell mit fremdem licht. …
All poems (60)
1900s 8
- Das ZeitgedichtIhr meiner zeit genossen kanntet schon
- EntrückungENTRUECKUNG
- LitaneiTief ist die trauer
- NachtGänge des tages sind weit.
- RheinBlüht am hange nicht die rebe?
- StadtuferWer kann dies wirrsal sehn mit andren sinnen –
- Suedlicher Strand: BuchtLang zog ich auf und ab dieselben küsten ·
- WellenIhr wellen bracht euch erst an blauen kieseln
1910s 51
- Als wir hinter dem beblümten toreEndlich nur das eigne hauchen spürten
- Aus den knospen quellen sachteTropfen voll und klar
- Das BildNachdem ich auf steinernen gräbern · an frostigen pfeilern ·
- Das schöne beet betracht ich mir im harren ·Es ist umzäunt mit purpurn-schwarzem dorne
- Dass ich deine unschuld rühreSoll ich blumengarben reichen
- Der BlumenelfIn der bergschlucht wo niederschnellt
- Des ruhmes leere dränge sind bezwungenSeit einen schatz es zu bewahren gilt
- Die alte liebe noch?In ihrer torheit noch und wildheit gleich
- Die NajadeUnter hohen waldesbäumen
- Dieses ist ein rechter morgen ·Warmer hauch um baum und bach
- Du lehnest wider eine silberweideAm ufer · mit des fächers starren spitzen
- Du schlank und rein wie eine flammeDu wie der morgen zart und licht
- Du willst am mauerbrunnen wasser schöpfenUnd spielend in die kühlen strahlen langen ·
- EntführungZieh mit mir geliebtes kind
- Erster FrühlingstagSchon hab ich seine nähe gefühlt
- Erwachen der braut:Es klingt vom turme her
- Fenster wo ich einst mit dirAbends in die landschaft sah
- Frühe LiebeWenn plötzlich du dem harrenden entschwandest
- Heisst es viel dich bittenWenn ich einmal still
- HerzensnachtDas trübe leben das mich umschliesst
- Ich wandelte auf öden düstren bahnenUnd planlos floss dahin mein leben.
- Ihr rufe junger jahre die befahlenNach IHR zu suchen unter diesen zweigen:
- IM Unglücklichen Tone Dessen Von ...Löset von diesem brief sanft den knoten ·
- In Der GalerieIn der welt der farben beschloss ich
- Ist es neu dir was vermochtDass dein puls geschwinder pocht?
- Ja heil und dank dir die den segen brachte!Du schläfertest das immer laute pochen
- Keim-monatDer puls einem pochenden hammer gleicht
- Lauschest du des feuers gesange:Lagert sich neben dein knie meine wange ·
- Lieder I - IIIFern von des hafens lärm
- Lieder I - VIDies ist ein lied
- Mir ist es wie Titanien ergangen:So habe ich ein zerrbild nur geliebt
- NachthymneDein auge blau · ein türkis · leuchtet lange
- Sei stolzer als die prunkenden pfauenSei tückischer als der schlangen brut
- Sieh mein kind ich gehe.Denn du darfst nicht kennen
- So ich traurig binWeiss ich nur ein ding:
- Sonett Nach PetrarkaEs hob mich der gedanke in ihre kreise
- Sprich nicht immerVon dem laub ·
- StrandO lenken wir hinweg von wellenauen!
- Streng ist uns das glück und spröde ·Was vermocht ein kurzer kuss?
- TageliedDa nacht den neuen morgen noch umschattet
- Umkreisen wir den stillen teichIn den die wasserwege münden!
- Vernunft! du legtest deine kalten händeMir auf mein fieberglühend haupt
- Von Einer BegegnungNun rufen lange schatten mildre gluten
- VorklangSterne steigen dort ·
- WechselIch sah sie zum erstenmal .. sie gefiel mir nicht:
- WeiheHinaus zum strom! wo stolz die hohen rohre
- Wenn ich heut nicht deinen leib berühreWird der faden meiner seele reissen
- Wenn sich bei heiliger ruh in tiefen mattenUm unsre schläfen unsre hände schmiegen ·
- Wir bevölkerten die abend-düsternLauben · lichten tempel · pfad und beet
- Worte trügen · worte fliehen ·Nur das lied ergreift die seele ·
- Zu Einer Indischen WeiseNach Shelley