Rebellenlied
[67] REBELLENLIED Dezember 1918 Sie hatten uns mit Zwang und Lügen in ihre Stöcke eingeschraubt. Sie hatten gnädig uns erlaubt, in ihrem Joch ihr Land zu pflügen.
mit vollgestopftem Magen und zwangen uns, für ihre Macht einander totzuschlagen. Doch wir, noch stolz auf unsre Fesseln,
Sie kochten ihre Larvenschminke aus unserm Blut und unserm Schweiß. Sie traten uns vor Bauch und Steiß, und wir gehorchten ihrem Winke.
sie schreckte kein Gewitter. Jedoch ihr Postament war hohl, ihr Kronenschmuck war Flitter. Wir haben nur die Faust erhoben,
Es rasseln zwanzig Fürstenkronen. Die erste Arbeit ist geschafft. Doch, Kameraden, nicht erschlafft, soll unser Werk die Mühe lohnen!
auf ihr Geheiß den Reichen; [68] noch drückt das Unternehmerpack den Sporn uns in die Weichen. Noch darf die Welt uns Sklaven heißen, –
Vier Jahre hat die Welt der Knechte ihr Blut verspritzt fürs Kapital. Jetzt steht sie auf, zum erstenmal für eigne Freiheit, eigne Rechte.
in einem Bund zusammen, – der Völker brüderlicher Kuß löscht alle Kriegesflammen. Jetzt gilt's die Freiheit aufzustellen. –